Poster Poetics of Politics

Poetics of Politics

 

Dr. Sebastian M. Herrmann / Institut für Amerikanistik

Vom 20. - 22. Juni 2013 veranstaltete das Leipziger Institut für Amerikanistik zusammen mit der Dresdner Professur für Literatur Nordamerikas das internationale Symposium “Poetics of Politics: Textuality and Social Relevance in Contemporary American Literature and Culture“. Im Rahmen des Symposiums gingen fünfzehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Frage nach, inwiefern zeitgenössische Texte, nach dem Ausklingen der oft als ‚unpolitisch‘ und ‚verspielt‘ kritisierten klassischen Postmoderne, eine politische Wirkung beanspruchen und wie sie diesen Anspruch insbesondere aus ihrer eigenen Textlichkeit ableiten.

Die Konferenz wurde am 20. Juni von Anne Koenen, Professorin für Amerikanische Literaturwissenschaft in Leipzig, eröffnet. Anschließend diskutierten die Vortragenden vor einem großen Publikum von bis zu vierzig Gasthörerinnen und Gasthörern über unterschiedliche TV-Serien, Romane, Filme, Videospiele, Dichtung, aber auch über nicht-fiktionalen Texte und deren spezifische Erzähl- und Darstellungsstrategien. Über die drei Tage verteilt gab es dabei drei Hauptvorträge — von Greta Olson (Giessen), Ilka Saal (Erfurt) und Andrew Hoberek (Missouri, USA) — und zwölf kürzere Vorträge von Bruno Arich-Gerz, Sebastian M. Herrmann, Carolin Alice Hofmann, Hans Frese, Olesya Bondarenko, Frank Usbeck, Stefan Schubert, Felix Brinker, Katja Kanzler, Eleonora Ravizza, Dorothea Gail und Sabrina Hüttner.

Der Großteil der Vorträge wurde mit speziellem Equipment aufgezeichnet, aufbereitet und steht jetzt als online-Konferenzdokumentation unter http://www.selbst-bewusste-erzaehlungen.de/!/PoP zur Verfügung und erfreut sich dort großen Interesses. Die Videos sind auch über den Videokanal des Instituts für Amerikanistik (https://www.youtube.com/user/AmericanStudiesLeipz/videos) verfügbar. Die Konferenzbeiträge werden derzeit darüber hinaus in schriftlicher Form aufbereitet und sollen voraussichtlich noch 2014 in der renommierten Reihe „American Studies – A Monograph Series“ im Heidelberger Universitätsverlag Winter erscheinen.

Das Symposium fand am Institut für Amerikanistik der Uni Leipzig statt, dessen Leistungen im Bereich der „Forschungsermöglichung“ vor kurzem vom Wissenschaftsrat hervorragend bewertet wurden. Sie unterstreicht aber auch die Bedeutung der mitteldeutschen Amerikastudien für die Forschung im Fach: die Konferenz geht zurück auf eine regionale amerikanistische Forschungskooperation „Selbst-Bewusste Erzählungen“, die untersucht, wie Texte nach dem Ausklingen der klassischen Postmoderne einen neuen Anspruch sozialer Relevanz und politischer Bedeutung entfalten.

Die Konferenz wurde in dieser Form erst durch die Förderung der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig möglich.