Tagung “Networks of transnational and transcultural communication: Concepts in theory, methodology and research”

Die Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Fachgruppe Internationale und Interkulturelle Kommunikation, veranstaltete vom 22. bis 23. November 2012 eine internationale Tagung zum Thema “Networks of transnational and transcultural communication: Concepts in theory, methodology and research”. Forscher aus Deutschland, Österreich, Brasilien, Niederlande und den USA stellten Arbeiten zum Thema vor.

Der Beitrag aus Leipzig schlug für das Forschungsfeld der Interkulturellen Kommunikation eine neue Theorieperspektive vor: die der Entwicklungspsychologie. Uwe Krüger vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Abteilung Journalistik) der Universität Leipzig stützte sich auf psychologische Theorien des großen Kinderforschers Jean Piaget und des Erziehungswissenschaftlers Lawrence Kohlberg über die stufenweise Entwicklung von Kognition und Moral beim Individuum. Von dort aus schlug er den Bogen zum Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas, der Gesellschaften und Kulturen einen ähnlichen evolutionären Lernprozess durchlaufen sieht. Schließlich zog er das „Model of Hierarchical Complexity“ des Harvard-Psychologen Michael Commons heran, um individuelle wie gesellschaftliche Lernprozesse anhand der Komplexität von Verhalten mathematisch-quantitativ fassbar zu machen. Abschließend diskutierte er die praktisch-politischen Implikationen dieses Denkansatzes, etwa für strategische Kommunikation bei Demokratieförderung und Nation-Building. Die Folien des Vortrages finden Sie nachfolgend.

Dr. Uwe Krüger
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Abteilung Journalistik

nach oben