Jahrestagung der Royal Economic Society, Cambridge UK

Präsentation bei der Jahrestagung der Royal Economic Society, Cambridge UK

Prof. Dr. Uwe Vollmer, Prof. Dr. Harald Wiese, Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre

Die letztjährige Jahrestagung der Royal Economic Society fand vom 26. bis 28. März 2012 im Robinson College in der University of Cambridge statt. Die etwa 600 Teilnehmer kamen überwiegend aus Europa, den Vereinigten Staaten, China und Japan. Insgesamt fanden drei Plenarveranstaltungen mit eingeladenen Rednern und 125 Parallelsessions mit 463 ‚contributed papers‘ zu unterschiedlichen Themen statt.

Ein Schwerpunktthema der Plenarsitzungen war die europäische Staatsschuldenkrise, zu der es eine Paneldiskussion zwischen dem ehemaligen Chefökonomen des IMF, Ken Rogoff (Harvard University), Guillermo Calvo (Columbia University) und dem ehemaligen Mitglied des EZB-Direktoriums, Lorenzo Bini-Smaghi, gab. Darüber hinaus fanden mehrere Einzelvorträge im Plenum statt, wie von Elhanan Helpman (Harvard University), der als keynote speaker zu „Trade and Inequality“ sprach, und von Nancy Stokey (University of Chicago), deren Thema „Uncertainty and Financial Delays“ lautete.

Uwe Vollmer vom Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre referierte in der Parallelsession „Financial Regulation“ zum Thema „Minimum Capital Requirements, Bank Supervision and Special Resolution Schemes: An Incomplete Contracts Model“. Der Beitrag ist in Ko-Autorenschaft mit Prof. Harald Wiese, ebenfalls vom Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre, entstanden. Es fragt nach den Anreizwirkungen von „Special Resolution Schemes“, die in verschiedenen Ländern in Reaktion auf die Finanzmarktkrise entstanden und es den Regulierungsbehörden erlauben, als systemisch relevant eingestufte Geschäftsbanken zu zerschlagen, selbst wenn diese noch nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Das Papier analysiert die Auswirkungen solcher regulativer Eingriffe auf die Risikoübernahme von Banken und vergleicht dieses Instrument mit anderen, bereits existierenden Instrumenten.

Das Papier hat durch die Diskussion mit den übrigen Teilnehmern in der Session weiter an Qualität gewonnen und Verbesserungen erfahren, die in die aktuelle Version eingegangen sind. Der Beitrag bildet den Auftakt einer Reihe von Arbeiten zu den Anreizeffekten von Bankenregulierungen. Die Autoren danken der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e. V. sehr für die großzügige finanzielle Unterstützung, die die Teilnahme an der Jahrestagung ermöglichte.