5. Kolloquium Sprachvariation

 

Anja Schaufuß / Institut für Germanistik

 

5. Kolloquium des Forums Sprachvariation

 

Am 10. und 11. Oktober 2013 fand am Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas der Philipps-Universität Marburg das 5. Kolloquium des „Forums Sprachvariation“ der „Internationalen Gesellschaft für Dialektologie des Deutschen“ (IGDD) statt, die als gemeinsame Konferenz mit dem 2. Nachwuchskolloquium des „Vereins für niederdeutsche Sprachforschung“ (VndS) ausgerichtet wurde. Zu Beiträgen aufgefordert waren alle NachwuchswissenschaftlerInnen aus der Variationslinguistik. Diese Disziplin beschäftigt sich mit sprachlicher Variation auf unterschiedlichen Ebenen und gliedert sich in mehrere Teildisziplinen auf, zu denen auch die Dialektologie/Regionalsprachenforschung gehört. Sie untersucht regionale Variation. Ziel der Tagung war es, Studierenden/Doktoranden eine Plattform zu bieten, damit sie ihre laufenden Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen konnten.

Eröffnet wurde die Tagung mit einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Antje Dammel, Juniorprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, über den „Nutzen der Sprachtypologie für die Dialektologie – und umgekehrt“. Mit einem Workshop zur Einführung in das forschungszentrierte Informationssystem REDE schloss die Konferenz am Freitagnachmittag. REDE wurde am Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas entwickelt und bietet u. a. Zugriff auf digitalisierte Sprachatlanten und Tondokumente. Des Weiteren lassen sich mit Hilfe von REDE und auf der Basis eigener Sprachdaten eigene Karten und Auswertungen erstellen bzw. Analysen durchführen, was der Schwerpunkt des Workshops war.

Während der zwei, mit Vorträgen und Posterpräsentationen voll ausgefüllten Tage gaben insgesamt 20 Teilnehmende Einblicke in ihre aktuellen Forschungsprojekte und in ihre Forschungsergebnisse aus den Bereichen Dialektologie, Regionalsprachenforschung sowie historische Sprachwissenschaft. Die Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich arbeiten momentan alle an ihren Qualifikationsarbeiten. Die Konferenz bot ihnen so zum einen die Möglichkeit, sich über die eigenen Projekte, zu bewältigende Probleme und Herausforderungen in einem geschützten Rahmen auszutauschen.. Zum anderen konnten während der drei Tage Kontakte zu anderen NachwuchswissenschaftlerInnen geknüpft werden, die an verwandten Themenstellungen oder mit gleichen Methoden arbeiten.

Auch ich konnte mit meinem Vortrag „Was Oschatz sagt und denkt. Sprachproduktion und Spracheinstellungen am Beispiel einer sächsischen Kleinstadt“ vom Feedback der Teilnehmer profitieren und habe so wichtige Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen können.

Ich danke der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V., die mir mit ihrer finanziellen Unterstützung die Teilnahme an dem Kolloquium ermöglichte.