Auswertungsstrategien und Interpretation von qualitativen Daten

Forschungswerkstatt zu Auswertungsstrategien und Interpretation von qualitativen Daten

Kathleen Pöge, M.A. (Universität Kassel, Fachgebiet Soziologie sozialer Differenzierung und Soziokultur) und Wiebke Friedrich, M.A. (Universität Leipzig, Institut für Soziologie)

 

An der Universität Leipzig fand vom 20. bis 21. Juli 2012 die von Kathleen Pöge und Wiebke Friedrich organisierte interdisziplinäre Forschungswerkstatt „Auswertungsstrategien und Interpretation von qualitativen Daten in der geschlechter- und arbeitssoziologischen Forschung“ an der Universität Leipzig statt. Insgesamt nahmen 16 Nachwuchswissenschaftlerinnen von acht bundesdeutschen Universitäten teil. Die Mehrheit der Teilnehmenden promovierte im Fach Soziologie, jedoch waren neben Erziehungswissenschaftlerinnen, Politikwissenschaftlerinnen auch eine Kriminologin beteiligt. Wissenschaftlich begleitet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Mechthild Bereswill von der Universität Kassel und Prof. Dr. Claudia Scheid von der Pädagogischen Hochschule Bern, beide ausgewiesene Expertinnen auf dem Gebiet der qualitativen Methoden der Sozialforschung. Die Forschungswerkstatt begann mit einleitenden Worten und organisatorischen Hinweisen durch die Organisatorinnen. Darauf folgte eine Postersession, bei der alle Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, nacheinander ihr Forschungsprojekt und sich zu präsentieren. Hiernach bekamen 12 Teilnehmende die Chance, in einer zweistündigen Arbeitsgruppe ein Anliegen des Auswertungsprozesses anhand von eigenem Datenmaterial (Interviewausschnitte, Beobachtungsprotokolle, Dokumente etc.) zur Diskussion zu stellen. Zwei Arbeitsgruppen fanden parallel statt. Am Ende des ersten Abends bestand für die Teilnehmenden und Expertinnen die Möglichkeit, beim Abendessen im Kesselhaus den Austausch in informeller Runde fortzusetzen. Im Zentrum der Forschungswerkstatt standen Fragestellungen der geschlechter- und arbeitssoziologischen Forschung (mit Querschnitten zur Organisations-, Professions- und Wirtschaftssoziologie). In den einzelnen Arbeitsgruppen wurden die Forschungsprojekte und methodische Fragen durch die Nachwuchswissenschaftlerinnen sowie Expertinnen kritisch diskutiert. Zugleich wurden mögliche Lösungsstrategien für spezifische Probleme aufgezeigt und besprochen. Gemeinsame Interpretationen von empirischem Material sollten eine intersubjektive Validierung der eigenen Ergebnisse befördern. Der Austausch zu Fragen der Methode wurde von den Teilnehmenden als sehr wichtig für das Gelingen der eigenen Forschung bewertet. Weiterhin diente diese Veranstaltung der Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Förderung langfristiger Kooperationen. So wird aus dem Kreis der Teilnehmenden der Forschungswerkstatt in Leipzig die nächste Forschungswerkstatt an der Ludwig-Maximilians-Universität München organisiert. Finanziert wurde die Veranstaltung durch die Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V. sowie den Kanzler, das Institut für Sportpsychologie und das Institut für Soziologie der Universität Leipzig sowie durch die Hans-Böckler-Stiftung. 

Teilnehmende & Expertinnen