22.-25.11.2017 „Trionfo dell’amore“ – Internationale Fachtagung an der Universität Leipzig

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In den Tagen vom 22. – 25. November 2017 veranstaltet das interdisziplinäre Forschungsseminar für italienische Kulturstudien (CiCi) des Instituts für Romanistik (Universität Leipzig) in Kooperation mit dem der Università della Campania “Luigi Vanvitelli”, der Universität Neapel “Federico II” sowie dem Italienischen Kulturinstitut Berlin und der Oper Leipzig die internationale Fachtagung  “Trionfo dell’amore / Triumph der Liebe – Codificazioni dell’eros nelle arti del Settecento / Codierungen des Eros in den Künsten des 18. Jahrhunderts”.  Die Veranstaltung ist öffentlich und ein Publikum aus allen Bildungsrichtungen, Instituten und Fakultäten ist herzlich eingeladen und willkommen, an den Diskussionen zu partizipieren.

Die Moderation ist zweisprachig, sodass ein Verständnis auch für ein nicht-italienischsprachiges Publikum gewährleistet ist.

Wir laden außerdem herzlich zur feierlichen Eröffnung der Tagung am 22.11.2017 um 14:30 Uhr ins Konzertfoyer des Opernhauses Leipzig ein. Um 15:00 Uhr werden Sie das Konzert „Triumph der Liebe“, ausgeführt von SolistInnen der Oper Leipzig mit Klavierbegleitung & Empfang genießen können – die Veranstaltung ist Teil der Reihe: „Musikalischer Salon“ der Oper Leipzig (Moderation: Christian Geltinger, Chefdramaturg der Oper Leipzig)

StudentInnen der Romanistik können sich nach Teilnahme an der Tagung die entsprechenden Teilnahmescheine zur Unterschrift im Sekretariat von Frau Prof. Dr. Uta Felten abholen (GWZ, Raum 2303, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig; sekrfelt@rz.uni-leipzig.de)

Weitere Informationen finden Sie hier:

„Voi che sapete che cosa è amor / Donne vedete s’io l’ho nel cor“, singt der androgyne Lustknabe Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro in polyamouröser Abwandlung des exklusiven Passionsdiskurses eines Petrarca.
Den pluralistischen Codierungen des Eros in der Theater- und Musikkultur des 18. Jahrhunderts entspricht eine Pluralität der Medien und Gattungen, die immer neue Spielformen des Eros erfindet, sie re-codiert, variiert und subvertiert und dabei die von Luhmann benannte Generaldichotomie zwischen einem Code der Liebe als Passion und einem Code der Liebe als libertinaggio verhandelt. Auf der Basis ausgewählter Akteure der italienischen Musik- und Theaterkultur des 18. Jahrhunderts – Mozart, Da Ponte, Metastasio, Paisiello, Gozzi und Goldoni – sollen die pluralistischen Codierungen des Liebesdiskurses aus einer epistemologischen, intermedialen und genderspezifischen Perspektive analysiert werden. Dabei wird ein interdisziplinärer Dialog von Literatur-, Theater- und Musikwissenschaft angestrebt, um die drei konstitutiven Komponenten des Musiktheaters – Text, Musik und Inszenierung – adäquat zu erfassen.