Buchmesse

Retrospektive der Buchmesse 2019

Vom 21.-24.03.2019 war das Centro Interdisciplinare di Cultura Italiana erneut mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Am gemeinsamen Stand förderte das CiCi zusammen mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin sowohl Neuerscheinungen von jungen italienischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern als auch weltberühmte Klassiker der Literatur. Ein Treffpunkt für alle, die sich für italienische Literatur begeistern.

Sprachkunst im Austausch – Gespräch mit Elisa Biagini und Jan Wagner im Rahmen des Welttags der Poesie am 21.03.2019

@Luca Migliore

Zum Welttag der Poesie sollte die Lyrik als Gattung im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen zwei herausragenden Sprachkünstlern aus Italien und Deutschland stehen: Elisa Biagini und Jan Wagner. Gesprochen wurde über die lebendige Lyrikszene der beiden Ländern, aber auch über die Kunst des Dichtens und die Vielstimmigkeit und unterschiedlichen Spielarten von Poesie in Europa. Ausgangspunkt ihres Gesprächs war die von Jan Wagner und Federico Italiano aktuell herausgegeben Lyrikanthologie „Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas“.

Eine Zusammenarbeit des Italienischen Kulturinstituts Berlin, des Centro interdisciplinare di Cultura italiana, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, dem Carl Hanser Verlag und dem Kunstkraftwerk

Lesung von Francesca Melandri am 22.03.2019

@Luca Migliore

Der  neue  große  Roman  der römischen  Autorin Francesca Melandri: eine Familiengeschichte,  ein  Porträt Italiens im 20. Jahrhundert, eine Geschichte  des  Kolonialismus und seiner langen Schatten, die bis  in  die  Gegenwart reichen.

Sangue giusto  ist 2017  bei Rizzoli  und  in  der  deutschen Übersetzung von Esther Hansen 2018 beim Wagenbach-Verlag erschienen. Es stand auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Francesca Melandri, geboren in Rom, hat sich in Italien zunächst als Autorin von Drehbüchern wichtiger Kino – und Fernsehfilme einen  Namen gemacht (u.a.„Prinzessin Fantaghirò“).
Mit ihrem ersten Roman Eva schläft wurde sie auch einem breiten deutschsprachigen Lesepublikum bekannt geworden. Ihr zweiter Roman Über Meereshöhe wurde von der italienischen Kritik als Meisterwerk gefeiert. Ihr drittes Buch Alle, außer mir wurde für den Premio Strega nominiert.

Eine Zusammenarbeit des Italienischen Kulturinstituts Berlin, des Centro interdisciplinare di Cultura italiana, Verlag Klaus Wagenbach und dem Kunstkraftwerk

Lesung von Paolo Giordano am 23.03.2019

@Luca Migliore

Lesung und Begegnung mit dem Autor: Paolo Giordano “Den Himmel stürmen” – aus dem Italienischen von Barbara Kleiner – die Originalausgabe erschien 2018 unter dem Titel «Divorare il cielo» bei Einaudi, Turin.

Moderation: Luigi Reitani

Teresa lebt mit ihren Eltern in Turin, doch die Sommerferien verbringt sie jedes Jahr bei der Großmutter in Apulien und in einem ganz besonderen Jahr auch mit den Nachbarjungen Bern, Tommaso und Nicola. Die vier Freunde sind un-zertrennlich, bis zwischen Bern und Teresa etwas Neues entsteht: die erste
große Liebe. Über zwanzig Jahre – von den Neunzigern bis heute – erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Menschen, die sich immer wieder finden und verlieren. Mit einer emotionalen Präzision wie kein Zweiter schreibt der studierte Physiker Giordano über Liebe, Freundschaft und Verlust.

Eine Zusammenarbeit des Italienischen Kulturinstituts Berlin, des Centro interdisciplinare di Cultura italiana, Rowohlt und dem Kunstkraftwerk

@Alle Fotos by Luca Migliore

Retrospektive der Buchmesse 2018

Das Centro Interdisciplinare di Cultura Italiana war vom 15. bis 18. März erneut mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Am gemeinsamen Stand präsentierte das CiCi zusammen mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin sowohl Neuerscheinungen von jungen italienischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern als auch weltberühmte Klassiker der Literatur.

Allgemeine Bilder unseres Standes

Margherita Siegmund und Uta Felten

Der gemeinsame Stand des Centro interdisciplinare di Cultura italiana (CiCi) und des Italienischen Kulturinstituts Berlin


Einige der ausgestellten italienischen Werke und Neuübersetzungen ins Deutsche sowie ein Teil der Fotoausstellung „Wo ist Elena Ferrante?“ von Ottavio Sellitti

 

Franziska Andraschik, Luigi Reitani, Kathrin Füchtemann

 

Ottavio Sellittis Fotoausstellung „Wo ist Elena Ferrante?“

 

Lesung von DOMENICO STARNONE: AUF IMMER VERBUNDEN

Buchpräsentation mit dem Autor.
Moderation: Roberta Gado
Sprecherin: Franka Reinhart

Der für sein umfangreiches Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete SchriftstellerDomenico Starnone schreibt in seinem neuen Roman schonungslos ehrlichund zugleich berührend darüber, was uns eine Ehe abverlangt – und was sie uns schenkt – was wichtig ist i m Leben, was Paare wirklich zusammen hält, auch wenn die Liebe längst vergangen ist. Quelle: DVA
Auf Italienisch und Deutsch ·
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin


Vor dem Start der Lesung mit Domenico Starnone lud das Kunstkraftwerk die Besucher zu einem italienischen Aperitivo ein, der vom Brauhaus an der Thomaskirche gesponsert wurde.

 

Der Direktor des Italienischen Kulturinstituts Berlin, Prof. Dr. Luigi Reitani, spricht einleitende Worte.

 

Bei der sehr gut besuchten Buchpräsentation und Lesung wurden die zentralen Themen des Romans Auf immer verbunden (ital. Original: Lacci) angesprochen und erläutert sowie Ausschnitte in italienischer und deutscher Sprache vorgelesen.

 

Der Autor Domenico Starnone, die Moderatorin Roberta Gado und Sprecherin Franka Reinhart

Buchpräsentation von Giacomo Leopardis Opuscula Moralia in der Neuübersetzung von Burkhart Kroeber

GIACOMO LEOPARDIS OPUSCULA MORALIA
IN DER NEUÜBERSETZUNG VON BURKHART KROEBER
Buchpräsentation mit Burkhart Kroeber
Moderation: Uta Felten und Luigi Reitani

Seit ihrem ersten Erscheinen 1827 in Mailand gelten die „Operette morali“ von Giacomo Leopardi als Musterbeispiel einer satirisch-philosophischen Prosakunst. Burkhart Kroeber, vielfach preisgekrönter Übersetzer, hat seine neue Übersetzung mit ausführlichen Anmerkungen und einem Nachwort versehen.

Auf Deutsch · In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin und Die Andere Biblothek ·

https://www.facebook.com/events/2261467383879361/


Uta Felten, Burkhart Kroeber, Luigi Reitani


Franziska Andraschik, Burkart Kroeber, Uta Felten, Kathrin Füchtemann, Luigi Reitani

 

Retrospektive der Buchmesse-Lesungen/ Panoramica degli incontri 2017

Lesung von Andrea Bajani – “Das Leben hält sich nicht ans Alphabet” / “La vita non è in ordnine alfabetico”

Das erste Gespräch unter den verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse, die vom CiCi organisiert wurden, fand im Kunstkraftwerk mit dem Autor Andrea Bajani statt. Der junge preisgekrönte Schriftsteller wurde von der literarischen Übersetzerin Roberta Gado zum seinem Buch „Das Leben hält sich nicht ans Alphabet“ interviewt. Die Sammlung von poetischen Miniaturen wurde erst vor kurzem ins Deutsche übersetzt und darum war es besonders interessant, dass sowohl das Gespräch als auch die Lesung der Texte zweisprachig war. Der Autor erzählte über seine spezielle Beziehung zu Deutschland und zur deutschen Sprache. Seine positive Erfahrung mit dem „dtv“ Verlag und dessen Übersetzungen ispirierten Andrea Bajani ebenfalls, Deutsch zu lernen. Außerdem äußerte sich der Autor während der Veranstaltung mit Ironie über Theme wie zum Beispiel sein eigenes Werk, die Arbeit des Schriftstellers und den möglichen Vergleich zwischen „Das Leben hält sich nicht ans Alphabet“ und „Alphabet der Gefühle“ vom italienischen Autor Goffredo Parise.

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Il primo degli incontri organizzati dal CiCi nell’ambito della Fiera del Libro di Lipsia si è tenuto al Kunstkraftwerk con l’autore Andrea Bajani. Il giovane pluripremiato autore è stato intervistato dalla traduttrice letteraria Roberta Gado sul suo libro “La vita non è in ordine alfabetico” recentemente tradotto in lingua tedesca. La conversazione si è svolta in doppia lingua così come la lettura di alcuni brani tratti dalla raccolta di miniature di Bajani. Durante l’incontro lo scrittore ha raccontato del suo stretto rapporto con la Germania nato anche in seguito alla felice esperienza con la casa editrice “dtv”. Il legame positivo con l’editore lo ha spinto, inoltre, ad iniziare a studiare il tedesco. Durante l’evento, l’autore si è espresso con leggerezza e ironia riguardo alla sua opera, al mestiere dello scrittore e ad un possibile confronto tra “La vita non è in ordine alfabetico” e i “Sillabari” di Goffredo Parise

Weitere Informationen zu Andrea Bajani finden Sie hier.

Lesung von Claudio Magris – „Verfahren Eingestellt“ / „Non luogo a procedere“

Claudio Magris war am 24. März 2017 Gast des Kunstkraftwerks im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse. Auf der Bühne mit Michael Krüger, diskutierte er über seinen Roman „Verfahren eingestellt“, der vor Kurzem ins Deutsche übersetzt wurde. Das komplexe Geflecht der Handlung bot die Gelegenheit, vielfältige zentrale Theme des Werks zu berühren, wie zum Beispiel die Geschichte von San Sabba, dem einzigen Konzentrationslager Italiens während des Zweiten Weltkriegs, oder dem indigenen Volk Chamacoco in Paraguay. Magris wurde zudem über das Verhältnis zwischen Realität und Fiktion in seinen Romanen befragt und bei seinen Antworten verlagerte sich der Fokus der Diskussion von Literatur hin zur Geschichte. Das Gespräch setzte sich zwischen den zwei Intellektuellen und Freunden wie auf einem literarischen Symposium fort und einige Auszüge des Romans wurden dabei vorgelesen. Vor und nach der Veranstaltung hatte außerdem das Publikum die Möglichkeit, einen virtuellen Spaziergang in die Heimatstadt Magris‘ Triest zu unternehemen. Dank der Videoinstallation des Künstlers Devon Miles, die sechshunderte Bilder in Bewegung auf Wände, Boden und Dach in einer der Hallen des KKWs projizierte und charakteristische Geräusche der Stadt spielte, wurde ein suggestiver Einblick in die Stadt Triest gegeben.

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Claudio Magris è stato il 24 marzo 2017 ospite del Kunstkraftwerk in un evento serale a lui dedicato nell’ambito della rassegna „Dedika“ organizzata dall’Istituto Italiano di Cultura di Berlino. Sul palco con Michale Krüger, Magris ha discusso del suo romanzo „Non luogo a procedere“, recentemente tradotto in tedesco. Il complesso intreccio della trama ha offerto l’occasione per toccare svariati nodi tematici dell’opera come ad esempio la storia di San Sabba, unico campo di concentramento sul suolo italiano, o quella dei Chamacoco, popolo indigeno del Paraguay. Trattando del rapporto tra realtà e finzione nell’opera dell’autore, la discussione si è in seguito naturalmente spostata dall’importanza della letteratura a quella della storia. La conversazione tra i due intelletuali e amici è poi proseguita come in un vero e proprio simposio letterario e brani scelti del romanzo presentato sono stati letti alla platea. Prima e dopo l’evento, il pubblico ha avuto, inoltre, la possibilità di fare una passeggiata virtuale nella città d’origine di Magris, Trieste. Infatti, grazie alla videoinstallazione immersiva di Devon Miles sono state proiettate sulle pareti, sul soffitto e sul pavimento di un grande magazzino del Kunstkfratwerk 600 fotografie in movimento con il sottofondo dei rumori caratteristici di Trieste.

Weitere Informationen zu Claudio Magris finden Sie auf den Seiten des Italienischen Kulturinstituts Berlin.

Magris-Broschüre

“Claudio Magris auf Deutsch” – Gespräch im Übersetzerzentrum der Leipziger Buchmesse

Eine zweite Veranstaltung im Rahmen der Leipiger Buchmesse wurde Claudio Magris gewidmet: ein Gespräch mit seiner Übersetzerin Ragni Maria Geschwend. Während des Gesprächs, moderiert von Anna Leube, verrieten Autor und Übersetzerin, was hinter den Kulissen der komplexen Übersetzungsarbeit von Magris‘ Werke geschieht. Ragni Maria Geschwend, die fast die Gesamtheit von Magris‘ Romanen übersetzte und dafür mehrmals ausgezeichnet wurde, erzählt, welche Vor- und Nachteile darin liegen, mit einem Autor zu arbeiten, der vollkommen selbst in der Lage ist, Übersetzungen ins Deutsche zu kommentieren und zu überprüfen. Eine Besonderheit der Zusammenarbeit der beiden ist nämlich, dass Magris regelmäßig vor Beginn der Übersetzungsarbeit einen 30-seitigen Brief an Ragni Maria Gschwend schreibt, in der er ihr präzise Hinweise oder Empfehlungen gibt. Außerdem redeten die zwei Gäste auch über mögliche Auswahl und Kompromisse der Übersetzung im Bezug auf den Roman „Verfahren Eingestellt“. Abschließend wurden dem Publikum einige Passagen des Werkes der deutschen Version vom Autor selbst vorgelesen.

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Un secondo evento nell’ambito della Leipziger Buchmesse è stato dedicato a Claudio Magris: una conversazione con la sua traduttrice Ragni Maria Geschwend. Con la moderazione di Anna Leube, autore e traduttrice, hanno svelato al pubblico il retroscena del complesso lavoro di traduzione delle opere di Magris. Ragni Maria Geschwend, che ha tradotto quasi la gran parte dell’opera di Magris e ricevuto numerosi premi per il suo lavoro, ha raccontato lati positivi e negativi di tradurre i romanzi di un autore che è in grado controllare accuratamente il lavoro del suo traduttore. Magris, infatti, dedica sempre alla Gschwend una lettera di trenta pagine riguardante il testo ancora da tradurre dove fornisce precise indicazioni e consigli per la traduzione. Facendo riferimento all’ultimo romanzo tradotto in tedesco, Magris e la sua traduttrice hanno poi dialogato delle delicate scelte che il traduttore deve compiere e dei compromessi che si devono raggiungere con l’autore. Infine, alcuni brani del nuovo romanzo sono stati letti in traduzione al pubblico dallo stesso autore.