Prof. Georg Breidenstein – Geschlechterinszenierungen in der Schulklasse

05.12 | 17 Uhr | S 420
Geschlechterinszenierungen in der Schulklasse
Ethnografische Perspektiven auf die Praxis der Geschlechterunterscheidung in Schulklassen
Prof. Dr. Georg Breidenstein (Universität Halle-Wittenberg)

Was ermöglicht die Unterscheidung in Mädchen und Jungen und welche Effekte zeitigt sie im Rahmen schulischen Situationen? Welche Praktiken und Diskurse ranken sich um die Unterscheidung der Geschlechter? Der Vortrag von Prof. Dr. Georg Breidenstein wird in knapper Form einige Studien und Befunde zur Geschlechtersozialisation und zur Praxis der Geschlechterunterscheidung im Rahmen der Schulklasse vorstellen. Dabei wird insbesondere die Perspektive der Kindheitsforschung zur Diskussion gestellt, die danach fragt, wie Kinder (und Jugendliche) selbst mit der Unterscheidung der Geschlechter umgehen und was es für sie bedeutet mit ihrer Geschlechtszugehörigkeit identifiziert zu werden.

 

Zur Person:

Prof. Dr. Georg Breidenstein
Prof. Dr. Georg Breidenstein studierte Sozialwissenschaften, Geschichte und Kunst für das Lehramt in der Sekundarstufe I/II an der Universität Bielefeld und wurde aufgrund der Arbeit „Knutschpacken, Lästern und Verliebtheit. Ethnographische Studien zur Praxis der Geschlechterunterscheidung in der Schulklasse“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam promoviert. Zwischen den Jahren 2000 und 2005 war Herr Prof. Dr. Breidenstein geschäftsführender wissenschaftlicher Assistent am Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nach der Annahme des Rufs auf eine Professur an der Technischen Universität Braunschweig im Jahre 2006, ist er seit 2008 Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik und geschäftsführender Direktor des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung (ZSB) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Forschungsschwerpunkte (Auswahl) liegen in den Bereichen der sozialen Konstruktion des Geschlechts in der Kindheit, der Peer Kultur von Kindern und Jugendlichen, der ethnographischen Unterrichtsforschung und der Methoden und Methodologie qualitativer Sozialforschung. Zu seinen jüngsten Publikationen gehören:

  • Breidenstein, Georg/Katrin U. Zaborowski: Unterrichtsalltag, Verhaltensregulierung und Zensurengebung. Zur Schulformspezifik schulischer Leistungsbewertung, in: Dietrich, Fabian/Martin Heinrich/Nina Thieme (Hrsg.): Bildungsgerechtigkeit jenseits von Chancengleichheit. Wiesbaden (Springer VS) 2013, S. 293-312
  • Breidenstein, Georg/Hirschauer, Stefan/Kalthoff, Herbert/Nieswand, Boris: Ethnografie – Die Praxis der Feldforschung. Konstanz (UTB) 2013
  • Mohn, Bina-Elisabeth/Georg Breidenstein (2013): Arbeitswelten in der Grundschule: Praktiken der Individualisierung von Unterricht. DVD-Video. Göttingen: Institut für Visuelle Ethnographie. IVE 14052

Homepage und Kontakt
http://schulpaed.philfak3.uni-halle.de/grundschule_bereiche_mitarbeiter/gspaed-fuegd/personal/georg_breidenstein/