Dr. Heike Raab – Performing the Gap

21.11 | 17 Uhr | S 420
Performing the Gap
Körper, Behinderung und Geschlecht in den Disability Studies
Dr. Heike Raab (Universität Innsbruck)

Im dritten Vortrag der Veranstaltungsreihe sexing school wird Dr. Heike Raab das Thema Intersektionalität als wechselseitigen Verweisungszusammenhang von Körper, Behinderung und Geschlecht begreifen und diskutieren. Im Rahmen dessen wird Sie die Relevanz von Intersektionalität für die Disability Studies und deren Masterkategorie Behinderung darlegen. Dabei ist die Frage zentral, welche Rolle der Körper in der intersektionalen Erforschung von Behinderung spielt. Anhand von zwei Beispielen wird Sie diese Überlegungen konkretisieren: Zum einen am Beispiel medialer Repräsentationen von Behinderung und zum anderen am Beispiel einer performativen Pädagogik.

Zur Person:

Dr. Heike RaabDr. Heike Raab studierte Politik, Soziologie, Geschichte und Pädagogik in Giessen und Frankfurt mit dem Schwerpunkt gender studies. 2009 wurde Sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien bei Birgit Sauer und Eva Kreisky mit summa cum laude aufgrund der Arbeit zu ‚Sexual Politics, juridische Emanzipationsdiskurse und Staat‚ promoviert. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck und Lehrbeauftrage an zahlreichen Universitäten unter anderen in Hamburg und Frankfurt, Wien, Graz und Klagenfurt. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören: disability studies, intersektionalität, körper, queer, gender studies, cultural studies, medien, performative pädagogik und qualitative Methoden empirischer Sozialforschung. Von 2009 bis 2012 war sie in der DFG-Forschungsgruppe ‚Praxeologien des Körpers‘ tätig. Des weiteren ist sie seit 2012 Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und Gender Studies. Zu ihren Veröffentlichungen (Auswahl) zählen:

  • Raab, Heike (2013): Cripping the Visual: Visual Politics in Crip Queer Activism.
    In: Haschemi Yekani, Elahe; Kilian, Eveline; Michaelis, Beatrice: Queer Futures. Reconsidering Ethics, Activism, and the Political. Farnham: Ashgate (= Queer Interventions), S. 37 – 52.
  • Raab, Heike (2011): Riskante Körper. Von Monstern, Freaks, Prothesenkörpern und Cyborgs. In: Scheich, Elvira; Wagels, Karen (HG): Körper, Raum, Transformation. Gender-Dimensionen von Natur und Materie. Münster: Westfälisches Dampfboot (= Forum Frauen- und Geschlechterforschung, 32), S. 91 – 121.
  • Raab, Heike (2010): Fragmentierte Körper – Körperfragmente. Bewegte Körper im Spannungsfeld von Behinderung, Heteronormativität und Geschlecht.
    In: Degele, Nina; Gramespacher, Elke; Mangelsdorf, Marion (Hg.): Gendered Bodies in Motion. Opladen u.a.: Verlag Barbara Budrich, S. 143 – 163.
  • Raab, Heike (2010): Shifting the Paradigm: Behinderung, Heteronormativität und Queerness.
    In: Jacob, Jutta; Köbsell, Swantje; Wollrad, Eske (Hrsg.): Gendering Disability. Intersektionale Perspektiven von Behinderung und Geschlecht. Bielefeld: Transcript, S. 73 – 94.
  • Raab, Heike (2007): Intersektionalität in den Disability Studies. Zur Interdependenz von Behinderung, Heteronormativität und Geschlecht.
    In: Waldschmidt, Anne; Schneider, Werner (Hsg): Disability Studies, Kultursoziologie und Soziologie der Behinderung. Erkundungen in einem neuen Forschungsfeld. Bielefeld: Transcript, S. 127 – 151.

Homepage und Kontakt
http://www.uibk.ac.at/iezw/mitarbeiterinnen/univ.-ass./heike_raab/