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Plagiate

Die undendliche Fülle an digital verfügbaren Texten, gepaart mit einem hohen Publikationsdruck in der Wissenschaft vermitteln gerade Studierenden schnell den Eindruck, dass es kaum möglich ist, Neues, Unverfälschtes und Eigenes zu verfassen. Außerdem erlauben die technischen Bedingungen vergleichsweise schnell, Passagen und Sätze zu kopieren aber auch zu prüfen, weil mittlerweile viele Bücher im Volltext vorhanden sind. Plagiatismus scheint ein Phänomen der Zeit.
Wir können auf diese intensiv geführten Debatten hier nicht näher eingehen. Die Schwierigkeiten, einen „authentischen“, einen wirklich eigenen Gedanken zu schreiben, können wir nicht aus dem Weg räumen. Schließlich baut jeder Text auf den Gedanken vorheriger Texte auf. Sauberes Zitieren ist meist schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um gar nicht erst in die Plagiatsfalle zu tappen (vgl. auch die Logik des Zitierens).

 

Man kann etwa sieben Plagiatstypen unterscheiden:

Vollplagiat | strukturelles Plagiat/Teilplagiat | Ideenplagiat |
Eigenplagiat | Collage | Übersetzungsplagiat | Paraphrase

 

Hier zwei Links zu guten und recht ausführlichen Hinweisen:
Ein Dokument der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema Plagiate:
Gutes Wissenschaftliches Arbeiten statt Plagiate und Täuschung
und das „Writing Center“ der University of North Carolina zum selben Thema:
writingcenter.unc.edu

Software zur Plagiatserkennung

Die HTW Berlin testet seit einiger Zeit regelmäßig Software zur Plagiatserkennung und hält fest:

„Sogenannte Plagiatserkennungssoftware findet keine Plagiate, sondern nur identische Textstellen. Die endgültige Entscheidung darüber, ob ein Text ein Plagiat ist oder nicht, muss von der zuständigen Lehrkraft getroffen werden. Die Software sollte nur ein Hilfsmittel, aber kein Prüfstein sein. Blindes Vertrauen in automatisch generierte Plagiatsberichte ist unverantwortlich.“ Den Testbericht für 2013 finden Sie hier: http://plagiat.htw-berlin.de/software/2013-2/

Quellen/Zitate
„Stand on the shoulders of giants" ist ein bekannter Leitspruch der Wissenschaft. Nur wie die Verweise und Bezüge richtig einbinden, die Quellen sauber verarbeiten?