Category Archives: Strukturell

Wortstellung

Variabilität im Satzbau vermeidet Monotonie. Besonders die Verben, von denen oft die restliche Gestaltung des Satzes abhängt, liefern einen Schlüssel, anregende Texte zu verfassen. Einige Fallstricke gilt es aber zu vermeiden, etwa zu lange und verschachtelte Sätze (siehe Satzlänge) und Sperrungen. Ein intuitiver Satzbau, der recht nah am gesprochenen Wort verbleibt, trägt zu einer guten […]

Verbalstil

Der Verbalstil definiert sich genau genommen durch Dinge, die vermieden werden sollten. Das Ziel, einen aktiven, lebhaften Text zu formulieren, der den Lesenden „bei der Stange hält“ und im besten Fall sogar begeistert, geht im schlimmsten Fall jedoch zulasten der Präzision und ist deshalb im Wissenschaftsgenre nicht umstandslos empfehlenswert. Substantivierungen von Verben vermeiden („etwas messen“ […]

Stilistik strukturell

Einige stilistische Elemente oder Fehler sind auf einer strukturellen Ebene zu finden,  d. h. mit Blick auf den gesamten Satzbau, auf prinzipielle Entscheidungen oder allgemeine Aussagen. Die folgenden Themen gehören dazu: Nominalstil Adjektivstil Verbalstil Sperrungen Wortstellung Satzlänge Negationen Interpunktion Gender

Gender

Im Sinn der Gleichberechtigung bzw. -behandlung ist es seit einigen Jahren üblich, das generische Maskulinum (also die männliche Form, die für alle Geschlechter steht) zu vermeiden. Diskussionen zur konkreten Form und zum Sinn der Sache werden heiß geführt. Befürworter wie Gegner haben mehr oder weniger gute Argumente. Wir stellen im Folgenden einige Versionen vor, das […]

Negationen

Negationen sind zweifellos ein unerlässliches Mittel, um in wissenschaftlichen Texten eine Argumentation aufzubauen. (Und schon haben wir mit -los und un- den Zweifel an erlässlichen Mitteln negiert.) Selbst mit der berühmten doppelten Negation können ganz spezifische Aussagen getroffen und abgegrenzt werden. Allerdings sind diese Stilmittel verführerisch, weil sie längere, kompliziert klingende – also vermeintlich wissenschaftliche […]

Interpunktion

In Zeiten von Fastfood-Kommunikation via E-Mail, Social Media oder SMS kommt die Interpunktion zunehmend unter die Räder. Um Sinn und Aussage jedoch klar zu formulieren, Fehldeutungen und Missverständnissen vorzubeugen und einen Lesefluss zuzulassen, ist die präzise Verwendung von Komma, Semikolon, Gedankenstrich, Doppelpunkt usw. sehr wichtig. Sie strukturieren den Satz und sind für die Lesbarkeit von […]

Satzlänge

Nicht jeder lange Satz ist falsch. Es kann sogar als eigener und bisweilen guter Stil gelten, konsequent mit längeren, teils verschachtelten Sätzen zu arbeiten. Aber dieser Stil will beherrscht sein. Häufig zeigt er eher fehlende argumentative Klarheit, etwa wenn Sätze die kritische Marke von zwei Zeilen überschreiten. Wird das Argument, das zum Ausdruck kommen soll, […]

Sperrungen

Was der Autor oder die Autorin eines Textes weiß, bleibt dem Lesenden zunächst verschlossen: Wie endet der Satz? Es gibt viele trennbare Verben nach dem Muster: „Die Quelle zeigt etwas auf.“ Weil „aufzeigen“ ein trennbares Verb ist, rutscht das Präfix ans Satzende. Wenn die Bestandteile zu weit auseinanderliegen, weil zu viele Teilsätze oder Ergänzungen dazwischengeschoben […]

Adjektivstil

Was für den Nominalstil gilt, greift auch hier: Zu viele Adjektive und Adverbien rufen schnell Irritationen hervor und dezentrieren die Aussage. Entsprechende Begriffe sollten also überlegt und gezielt eingesetzt werden. Alles andere entgleitet womöglich Richtung Prosa.

Nominalstil

Sätze im Nominalstil sind durch Nomen (Substantive) und Substantivierungen geprägt. Die Verwendung entsprechender Begriffe ist nicht per se falsch oder unschön – es kommt vielmehr auf die Häufung an. Werden Sätze oder gar ganze Texte mit Substantivierungen im Stil von „das Hervorrufen“, „das Aufzeigen“ oder „die Verursachung“ übersät, leidet die Lesbarkeit. Häufig gibt es andere, […]