Category Archives: Stilistik

Was guter Stil ist, liegt oft im Auge des Betrachters. Gerade die Wissenschaft kämpft häufig um die richtige Mischung aus Genauigkeit und ästhetischem Anspruch.

Wortstellung

Variabilität im Satzbau vermeidet Monotonie. Besonders die Verben, von denen oft die restliche Gestaltung des Satzes abhängt, liefern einen Schlüssel, anregende Texte zu verfassen. Einige Fallstricke gilt es aber zu vermeiden, etwa zu lange und verschachtelte Sätze (siehe Satzlänge) und Sperrungen. Ein intuitiver Satzbau, der recht nah am gesprochenen Wort verbleibt, trägt zu einer guten […]

Verbalstil

Der Verbalstil definiert sich genau genommen durch Dinge, die vermieden werden sollten. Das Ziel, einen aktiven, lebhaften Text zu formulieren, der den Lesenden „bei der Stange hält“ und im besten Fall sogar begeistert, geht im schlimmsten Fall jedoch zulasten der Präzision und ist deshalb im Wissenschaftsgenre nicht umstandslos empfehlenswert. Substantivierungen von Verben vermeiden („etwas messen“ […]

Stilistik strukturell

Einige stilistische Elemente oder Fehler sind auf einer strukturellen Ebene zu finden,  d. h. mit Blick auf den gesamten Satzbau, auf prinzipielle Entscheidungen oder allgemeine Aussagen. Die folgenden Themen gehören dazu: Nominalstil Adjektivstil Verbalstil Sperrungen Wortstellung Satzlänge Negationen Interpunktion Gender

Stilistik inhaltlich

Stilistische Probleme oder Fehler, die sich eher auf einer inhaltlichen statt auf einer strukturellen Ebene finden lassen, hängen dichter am einzelnen Wort, an der einzelnen Formulierung. Folgende Bereiche sollen dabei helfen, zu einem besseren Stil und guter Lesbarkeit zu gelangen: Fremdwörter Funktionswörter Flapsiger Stil Falsche Bezüge Redundanzen Schiefe Bilder Phrasen

Fremdwörter

Wo, wenn nicht in wissenschaftlichen Texten, finden sich häufig Fremdwörter – könnte man meinen. Oft signalisieren sie Wissenschaftlichkeit (oder sollen dies zumindest). Fremdwörter sind weder pauschal gut noch schlecht, es kommt aber, wie so oft, auf die präzise und bewusste Verwendung an. Die entscheidende Frage ist vielleicht: Hat das Fremdwort einen tatsächlich eigenständigen, semantischen Gehalt […]

Phrasen

Bestimmte, für sich genommen weniger problematische Formulierungen tauchen in wissenschaftlichen Arbeiten, vorrangig in Hausarbeiten, mit aller Regelmäßigkeit auf. Was oft als Fachsprache verhandelt wird, kann also schnell zu stereotypen Formulierungen führen. Gerade allgemeine Aussagen sollte man kritisch betrachten und im Zweifelsfall ersatzlos streichen.

Gender

Im Sinn der Gleichberechtigung bzw. -behandlung ist es seit einigen Jahren üblich, das generische Maskulinum (also die männliche Form, die für alle Geschlechter steht) zu vermeiden. Diskussionen zur konkreten Form und zum Sinn der Sache werden heiß geführt. Befürworter wie Gegner haben mehr oder weniger gute Argumente. Wir stellen im Folgenden einige Versionen vor, das […]

Falsche Bezüge

Die Bezüge innerhalb eines Satzes – etwa zwischen Adjektiv bzw. Funktionswort und Nomen oder Verb und Satzsubjekt – sind elementar. Im Fall komplexerer Aussagen und längerer Sätze ist es jedoch oft nicht leicht, die einzelnen Bestandteile eines Satzes sinngerecht zu platzieren, zumal wenn man weiß, was ausgedrückt werden soll. Tipp: Einzelne Bestandteile zusammenziehen und für […]

Negationen

Negationen sind zweifellos ein unerlässliches Mittel, um in wissenschaftlichen Texten eine Argumentation aufzubauen. (Und schon haben wir mit -los und un- den Zweifel an erlässlichen Mitteln negiert.) Selbst mit der berühmten doppelten Negation können ganz spezifische Aussagen getroffen und abgegrenzt werden. Allerdings sind diese Stilmittel verführerisch, weil sie längere, kompliziert klingende – also vermeintlich wissenschaftliche […]

Funktionswörter

Man unterscheidet zwischen Inhalts- und Funktionswörtern. Zu den Inhaltswörtern zählen Nomen, Verben und Adjektive, die Funktionswörter dagegen sind die „kleinen“ Wörter eines Satzes, also Präpositionen, Konjunktionen, Pronomen etc. Sie sind das Bindemittel des Satzes und unerlässlich, um die Inhaltswörter miteinander zu verbinden und Bedeutung zu generieren. Daher sollten sie auch bewusst eingesetzt werden. Es macht […]