Moldava Institut Leipzig e.V.
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Unsere Ausstellungen bieten ein Forum für historische Themen zu Süd- und Osteuropa und dienen der Wissensvermittlung an eine breite Öffentlichkeit. Die Projekte entstehen in der Regel unter internationaler Zusammenarbeit, sind mehrsprachig und werden nach einer ersten Präsentation vor Ort, meist im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, an interessierte Einrichtungen im In- und Ausland weitergereicht.

 

„1939 – Pakt über Europa“

Das Moldova-Institut Leipzig nahm den 70. Jahrestag der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes zum Anlass, eine internationale Tagung zu veranstalten, die im August 2009 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig stattfand. Begleitend hierzu wurde die Ausstellung „1939 – Pakt über Europa. Der Hitler-Stalin-Pakt in der Geschichte und Erinnerungskultur Ostmitteleuropas“ eröffnet. Seither machte die Ausstellung in vielen Orten in Deutschland Station.
Die Ausstellung verdeutlicht, dass die kollektive Wahrnehmung bestimmter historischer Ereignisse je nach Region und historischer Erfahrung variiert – mal nur in kleinen Nuancen, mal in gänzlich konkurrierenden Auslegungen der geschichtlichen Ereignisse. Die Konzeption der Ausstellung geht von zwei Befunden aus: Der Hitler-Stalin-Pakt selbst sowie seine bis in die Nachkriegszeit wirkenden Folgen sind in faktologischer Hinsicht in der deutschen Öffentlichkeit wenig bekannt. Noch weniger bekannt ist die Deutung, die dieser Pakt in den Ländern Ostmittel- und Osteuropas seit dem 2. Weltkrieg und insbesondere nach 1989 erfahren hat. Folglich gibt es in Europa eine dreigeteilte Erinnerungskultur, nämlich an 1939, den Zweiten Weltkrieg und seine anschließenden Auswirkungen. Während die westeuropäische Erinnerungskultur sich seit den 1980er Jahren zunehmend als „post-Holocaust“ charakterisieren lässt, spielt in der russischen Kultur bis in die Gegenwart der „Große Vaterländische Krieg“ die dominante Rolle. Die räumlich und thematisch dazwischen liegende ostmitteleuropäische Erinnerungskultur unterliegt im Wesentlichen einer postkommunistischen Prägung.

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„Fromme und tüchtige Leute… - Die deutschen Siedlungen in Bessarabien“

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Die Geschichte der deutschen Siedlungen in Bessarabien, also weiten Teilen des heutigen Moldova sowie dem Süden des zur Ukraine gehörigen Gebiets Odessa, wurde in der Sowjetzeit tabuisiert und systematisch ausgeblendet. Eine Ausstellung zu diesem Thema kam dem Bedürfnis vieler Moldauer, Ukrainer und verschiedener Minderheitsgruppen vor Ort entgegen, mehr über die Rolle der Deutschen in dieser nach wie vor multiethnisch geprägten Region zu erfahren und sich der gemeinsamen historisch-kulturellen Verbindungslinien zu vergewissern. Andererseits wächst gegenwärtig auch in Deutschland das Interesse an den kulturellen Traditionen der Deutschen in Südosteuropa und ihrem Zusammenleben mit anderen ethnischen Gruppen vor dem Hintergrund wechselnder historischer und politischer Konstellationen.

Die Ausstellung wurde in den Jahren 2010-2013 an verschiedenen Orten in Deutschland, Moldova, der Ukraine und Rumänien gezeigt.

 

 

Hepatitis B: Risiken, Prävention und Therapie

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Die Ausstellung ist Teil des CIM Projektes Wandel durch Wissenstransfer und Partnerschaft. Schutz und Prävention vor Hepatitis und Zirrhose in Gagausien/Republik Moldau und stellt die Risiken und Übertragungswege von Hepatitis B in den Mittelpunkt.

Ausgangsituation: Innerhalb der Republik Moldau ist die wenig entwickelte Autonome Region Gagausien besonders von Hepatitiserkrankungen betroffen, nicht zuletzt auch durch den erschwerten Zugang der dortigen Bevölkerung zur Information und Fachärzten. In Gagausien treten viele Fälle akuter Hepatitis B jedes Jahr auf. Schutzimpfung ist unter gagausischen Bevölkerung gering, Therapien für chronische HBV Infektion und Hepatitis sind begrenzt.

Hepatitis B: Risiken, Prävention und Therapie“ ist eine informative und aufklärirische Ausstellung, die aus 6 Infotafeln besteht. Die Texte wurden von Dr. Marina Dumbrava unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Stefan Schubert und in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner GagauzMed, Comrat entworfen. Die Ausstellung wurde im Juni 2013 in der Poliklinik Comrat eröffnet. Bis Ende 2013 wurde sie auch in vielen dörflichen gagausischen Gesundheitszentren vermittelt.

Die Kosten der Ausstellung wurden vom CIM/GIZ getragen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Ausstellung über mehrere Jahre bestehen und ein großes Publikum erreichen wird.

 

 


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