Juni 2012: Nilgänse in Machern und andere Besonderheiten

 Höckerschwäne brüteten wieder erfolgreich
Aus der Schwanentabelle (s. u.) ist ersichtlich, dass in den vergangenen 15 Jahren recht unterschiedliche Bruterfolge bei den Schwänen auf dem Schwemmteich in Machern zu verzeichnen sind. Nicht in jedem  Jahr waren nach der Winterzeit wieder Schwäne zum Brüten erschienen. 3 Paare kamen aber wiederholt auf den Teich zurück. 4 Paare erhielten zur besseren Beobachterkommunikation einen ideellen "Liebespaarnamen", wie das auch beim diesjährigen neuen Schwanenpaar mit "Ferdinand und Luise" der Fall war.

   Schwäne auf dem Macherner Schwemmteich 
(Schwanentabelle)       

 Zeit

     Schwäne


Brut-
erfolg

Auf-
zucht

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

 2012

2013

 

 

 

 

Adonis u. Venus 

Paul u. Paula

        "

        "

keine

Romeo u. Julia

         "

         "

keine

keine

Tristan u. Isolde

          "

          "

neues Paar (ohne Namen)
keine

Ferdinand u. Luise

Hans u. Gretel
           

 

   7

   0

   5

   7

    -

    0

   6

   5

    -

    -

   4

   6

   0

   0

   -

  5 

  9

     6

     0

     3

     7

     -

     0

    4

    4

     -

     -

     3

     6

     0

     0    

     -

     4

     8


Erinnerungsbilder von den Macherner Schwemmteich-Schwänen

(Siehe auch: home.uni-leipzig.de/mielke/swanalia/swanalia.htm )


                 2000: Paula  gab Laut und der "Gänsemarsch"  begann.                                           2007: Auf Lockruf kam Tristan sofort geflogen.                 

Nun zu 2012: Ferdinand und Luise kamen im März nach Machern und nahmen den Schwemmteich als ihr Brutrevier in Besitz. Beide wiesen keine äußeren Besonderheiten für eine differenzierte Tiererkennung auf  wie etwa Beringung oder helle Beine (wie beim Immutabilis-Gendefekt). Im April begannen sie mit dem Nestbau und dem Brutgeschäft. Dem Machener Fischerei-Ingenieur Heiko Walther gelang Ende April mit dem Nestbild (s. u.) die optimistische Voraussage, dass entsprechend der Anzahl der Eier im Nest  5 Schwänchen schlüpfen werden. Diese Anzahl wurde  auch 6 Wochen später von Ferdinand u. Luise ausgebrütet und auf dem Schwemmteich als Bruterfolg präsentiert. Nach weiteren 4 Wochen "kreuzte" die Schwanenfamilie stolz   über den Schwemmteich (Bilder). Die Jungtiere gediehen prächtig. Leider kam es im Juli zum Verlust eines von ihnen.

Bilder von dem neueu Schwanenpaar Ferdinand und Luise

       
         
Schwanennest mit Gelege (Foto: H. Walther)             Elternschwanenpaar mit  ihren 3 Tage alten Dunenschwänen   


4 Wochen später: die Schwanenfamilie "kreuzt" stolz auf dem Schwemmteich

Erstmals Nilgänse auf dem Schwemmteich in Machern

Ende Juni 2012 wurden am Südufer des Schwemmteiches zwei hochbeinige gelblichbraune Entenvögel mit 5 kleinen Dunenküken gesehen, die bei Annäherung sehr scheu auf den Teich auswichen.  Sie sind größer als die hier heimischen Stockenten und Blessrallen. Sie wurden als Nilgänse erkannt, die als Halbgänse  zur Familie der Entenvögel gehören. In Afrika ist die Nilgans der häufigste Wasservogel, der in Europa als Ziergeflügel gehalten wird, aber auch als Gefangenschaftsflüchtling schon viele verwilderte Parkpopulationen gebildet hat. Die Geschlechter sind gleich. Das Männchen ist nur unwesentlich größer. Typisch sind die dunklen Augengebiete und der dunkle Brustfleck wie auch  die langen rosa gefärbten Beine. Die Brutzeit beträgt 30 Tage. Oft ist das Nest hoch auf einem Baum schwer zu finden. Ihr erstes Erscheinen in Machern mit dem  hier ausgebrüteten Nachwuchs ist sehr bemerkenswert. Leider wurde dieser Nachwuchs sehr bald auf nur ein Küken reduziert. Kurze Zeit später war aber die ganze Nilgansfamilie verschwunden. Nur  Bilder blieben von ihr zur Erinnerung, wie auch ein gewisser Stolz darauf, dass es 2012 in Machern am Schwemmteich das Anfangsstadium  einer "verwilderten Parkpopulation von Nilgänsen" gegeben hat.

    
Die Nilgans-Familie auf dem Schwemmteich in Machern


Erinnerung an 2007, als sich Laufenten-Stockentenbastarde auf dem Macherner Schwemmteich ansiedelten

Diese beiden Entenbastarde erhielten wegen ihres ständigen engen Zusammenseins die Namen Max und Moritz. Eine geschlechtliche Differenziertheit konnte bei ihnen nicht ausgemacht werden. Sie hatten einen bedeutend größeren Körper als die auf dem Schwemmteich heimischen Stockenten und ähnelten in ihrer Statur stark den Laufenten. Die Farbe ihres Gefieders wechselte mehrfach. Sie war bunt und auch bräunlich. Der weiße Halsring war deutlich zu sehen. Nach einem Jahr aber waren diese beiden außergewöhnlichen Bastarde wieder vom Schwemmteich verschwunden.  Als Erinnerung blieben Fotos von ihnen (u.):

     
Die beiden Laufenten-Stockentenbastarde Max und Moritz zusammen mit Stockenten und Blesshühnern am Schwemmteich von Machern 



Machern, 11. 08. 2012 /Prof. Dr. Heinz Mielke/