Das Macherner Schwanenjahr 2007

In den vergangenen 2 Jahren waren keine Schwäne auf dem Schwemmteich des Schloßparks von Machern.Im März 2007  landet aber  wieder ein Paar  (Bild u. l.) und verbrachte die Zeit nicht nur hier, sondern auch auf dem benachbarten Mühlteich. Es entschied sich dann für  den Schwemmteich und  "inventarisierte" sich hier  mit dem Bau eines "Liebesnestes". Sein Brutgeschäft begann. Die beiden Schwäne erhielten die Namen Tristan und Isolde. Sie waren nicht beringt und hatten auch keine hellen Füße, die im erwachsenen Alter auf Immutabilis-Schwäne hindeuten.

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Das Schwanenpaar brütete auf einem Nest ca. 30 m vom Ufer entfernt und war dort   lange Zeit durch das noch niedrige Schilfgrün nur wenig gedeckt (Bild o. r.).   Nach 43 Bruttagen  schlüpften  am 13. Juni vier lebensfrohe graue Dunenschwänchen, die am nächsten Tag auch der Öffentlichkeit demonstriert wurden  (Bild u.).

Die kleinen Schwäne gediehen prächtig , wie das die nachfolgenden 3 Bilder zeigen. Da waren die Jungschwäne  etwa 2, 9 und 12 Wochen alt.

Allerdings war  im August bei dem kleineren Jungschwan ein  zurückhaltendes Wesen aufgefallen. Auch wies er in der unteren Halshälfte Anzeichen  einer Anomalie in Form einer Haltungsschwäche auf, wie das auf dem  Bild mit dem roten Pfeil gut ersichtlich ist (Bild o.). Diese könnten laut Literatur von einer Bleivergiftung herrühren. Das meint auch Sybille Griegler, die noch dazu auf das Buch "The Mute Swan" von Birkhead und Perrins mit zwei Bildern hinweist, auf denen Alt- und Jungschwäne mit Bleivergiftung bei gleicher Halshaltungsanomalie zu sehen sind. In der letzten Augustwoche war das kranke Tier auf dem Schwemmteich dann nicht mehr zu sehen. Ursachen seines Verschwindens sind nicht bekannt geworden. Seit dieser Zeit „kreuzten“  Tristan und Isolde nur noch mit drei ihrer Jungschwäne auf dem Schwemmteich (Bild u.).

Im September und Oktober grasten die Schwäne oft gemeinsam auf den saftigen Uferwiesen, wobei es kaum zu Belästigungen der Vorbeigehenden kam.. Am 13. 10. unternahm der Autor zusammen mit  Tochter und Enkeln einen Herbstspaziergang um den Schwemmteich und erlebte dabei ein besonderes Zutrauen von Tristan, der sich auf  Zuruf in die Luft schwang und über den Teich geflogen kam. Und so geschah es in 3 Versuchen.


Tristan flog am 14.10. ein weiteres Mal auf Lockzuruf aus dem Wasser von der Apollo-Statue zum Autor ans andere Ufer des
Schwemmteiches und konnte dabei fotografiert werden (Bild o.). Der Rest der Schwanenfamilie verblieb auf  Land bei Apollo..

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Tristan landete im Wasser vor dem Ufer und wünscht  fiktiv, wie auch  Heinrich II. aus dem Hirschgarten von nebenan, allen, die es lesen  „Alles Gute  für 2008!“ (Bilder o.). Vielleicht kommt Tristan  mit Isolde 2008 wieder nach Machern. Denn  durch das Ablassen des Teichwassers zum Abfischen bedingt, verließ die Schwanenfamilie Tristan und Isolde und ihre 3 Jungtiere am 23.10. den Schwemmteich in unbekannte Richtung zur Überwinterung.
(Weiteres über Schwäne in Machern seit 1997 siehe unter Swanalia.)



Machern, 18. 11. 2007/Prof. Dr. Heinz Mielke
Last updated: 9. 12. 2007