Problematische technische Durchgangsobjekte in Machern

1.      Heizhäuser mit hohen Schornsteinen, die niemals qualmten

"Brennstoffe und kaltes Wasser wären gekommen, und  gegangen wäre heißes Wasser,  Dampf, Rauchgase und Asche!"

Ehemalige Gärtnerei der LPG Pflanzenproduktion Machern in der Leipziger Straße
Unter der Überschrift "Der Schornstein, der niemals qualmte..." erschien im Wurzener Tageblatt am Freitag, dem 1. März 1991 mit einem Bild von Schmidt, ähnlich dem Bild unten  von K. Fleischer, folgender Text:
"Machern. Gefallen ist am Mittwoch der bislang nie benutzte Schornstein der ehemaligen LPG-Gärtnerei. Gegen den vor einem Jahr erbauten Luftverschmutzer hatte sich eine Bürgerinitiative formiert.  Nach der Wende wurde das Projekt der LPG zur Investruine, und nun ist das Ärgernis im Dorfbild beseitigt."


Rohbau des Heizhauses und des hohen Schornsteins der LPG Pflanzenproduktion Machern (Foto 1991: K. Fleischer)

   
27. 02. 1991: Sprengung des Schornsteins  und später  Abriss des neu erbauten Heizhauses der LPG Pflanzenproduktion Machern, in dem bereits  der zum Einbau angelieferte Hochdruck-Dampfkessel lagerte (Fotos: K.Fleischer)
 

Heute: Das ehemalige Heizhausgelände ist seit 2008 Teil des Netto-Parkplatzes auf dem Neumarkt (Foto: H. Mielke)

Ehemalige Zeltplanenreinigung Machern in der Polenzer Straße,
eine Abteilung des VEB Leipziger Färberei und chemische Reinigung
(vormals Betrieb von Max K. Wolf)
Ende der 1980er Jahre wurden auf dem Gelände der Macherner Zeltplanenreinigung  Produktionsvergrößerungen in Angriff genommen und dabei ein großes Heizhaus mit einem hohen Schornstein gebaut. Diese Bautätigkeit stagnierte schon vor der Wende. Danach übernahmen die Betriebe von Wolf-Dierk Lohnitz (Glas u. Spiegel) und Frank Blicke (Bau) das Gelände. Sie wurden von der Gemeindeverwaltung aufgefordert, den hohen Schornstein beseitigen zu lassen. Das erfolgte durch Sprengung etwa im Juli 1992 (Bilder). Das Heizhaus wurde vom Betrieb Lohnitz in die Sanierungsarbeiten und  Erweiterungsbauten auf dortigem Gelände einbezogen (s. u.).

Der Heizhausrohbau mit dem hohen Schornstein (Foto: F. Blicke)

   
1992: Sprengung des  Schornsteins (Fotos: F. Blicke)


Heute: Das aus dem Heizhausrohbau  umgebaute Betriebs- und Wohngebäude (Foto: H. Mielke)

Zum Teil: "1.Heizhäuser mit hohen Schorsteinen, die lange Zeit qualmten"



Machern, 10. 11 . 2010 /Prof. Dr. Heinz Mielke