Naturschönheiten 2008 in Machern

Die Kaukasische Flügelnuss im Schloßpark (Pterocarya rehderiana)

Auf die Kaukasische Flügelnuss wurde der Autor vor einem Jahr durch den Biologen Arnfried Abraham aus Kromsdorf bei Weimar mit einem Hinweis auf das Buch "Die Walnussgewächse" (1988/2006) aufmerksam gemacht, in dem der Leipziger Horst Schaarschmidt unter einem  Bild schreibt: "Rheders Flügelnuss im Macherner Park bei Leipzig. Die Kinder des Ortes benutzen den Baum als natürliches Klettergerüst".

           
Macherns "natürliches Klettergerüst von 1988" heute (s. Zitat o.).

      
Aus Kätzchen bilden sich lang gezogene Blütenstände und daraus dann kuriose Fruchtstände,     

       
bis 45 cm lang und  mit vielen kleinen geflügelten Nüssen besetzt, aussehend wie Elefantenköpfe. Blätter eschenähnlich.

Die Traubenkirsche im Wohngebiet Schloßblick

  
Die Traubenkirsche blühte im Mai reichlich und schön in stehenden und hängenden Büscheln mit je 10 bis 20 weißen duftenden Blüten. Die Früchte sind schwarz ,  erbsengroß, die Samen für Menschen giftig. Viele Vogelarten plündern die Früchte und scheiden die Samen unbehelligt aus. In England heißt der Baum diesbezüglich  auch „Bird Cherry“.
       

Der Feigenstrauch im Wohngebiet Schloßblick

An der Südwand eines Schloßblick-Hauses steht seit mehreren Jahren ein Feigenstrauch, der nach dem diesjährigen milden Winter jetzt im Mai eine gute Fruchtentwicklung aufweist. Die Frucht- und Samenreifung, die schon im Jahr zuvor beginnt, ist bei  Feigen  dann  weniger kompliziert, wenn sie parthenokarp, d. h. jungfernfrüchtig sind und daher nur Früchte ohne Samen bilden, wie das zum Beispiel auch bei der kernlosen Weintraube der Fall ist.

                

Erfolgreiche Schwanenbrut auf dem Schwemmteich und auf dem Mühlteich

Ende März erfüllte sich die Hoffnung vieler Tierfreunde, als das Schwanenpaar Tristan und Isolde von ihrem Überwinterungsort auf den Schwemmteich zurückkehrte, den es im Oktober wegen des Abfischens zusammen mit seinen verbliebenen 3 Jungschwänen verlassen hatte. Nach einer Brutzeit von ca. 32 bis 35 Tagen schlüpften 6 graue Dunenschwänchen, die sich ab 3. Juni auf dem Schwemmteich präsentierten und eine gute Entwicklung nahmen.




In diesem Jahr kam nach sehr langer Zeit wieder ein Schwanenpaar auf den Mühlteich, das auch ein Nest baute und brütete. Am 9. Juni schlüpften 3 graue Dunenschwänchen, die sich am 10. Juni erstmals auf dem Teich zeigten und am 11. Juni bei einem Verlassen des Nestes, das unter sorgsamer Aufsicht der Schwaneneltern geschah, fotografiert wurden (s. Bilder).  Das Sitzverhalten des Schwanes auf dem Nest  deutete dabei auf ein mögliches Weiterbrüten hin, obwohl er den Ausflug der Familie auf den Teich dann doch noch begleitete.

     

      


Der Bruterfolg blieb aber bei den 3 Dunenschwänchen, denen ein guter Aufwuchs  auf dem Mühlteich gewünscht wird.


Machern, 10. 07. 2008/Prof. Dr. Heinz Mielke