Auf ins Neue Jahr 2012

1. Bemerkenswerte Pflanzungen von immergrünen Mammutbäumen in Machern und Püchau

Im November 2010 bot der erste Schneefall Gelegenheit, in der Weihnachtszeit die Exotenbäume in der Gemeinde  Machern darzustellen, und zwar mit frischen weißen Schneekappen bedeckt. Damals waren dem Autor  die beiden immergrünen  Mammutbäume von  Machern und Püchau noch nicht bekannt und  fehlten daher bei den Abbildungen. Nun werden sie hier gebracht, immergrün,  leider ohne frische weiße Kappen, da der Schnee hier bis Neujahr 2012 fehlte. Die Bäume sind  jung und  noch keine Riesen, auf die ihr Name mit Riesen-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) hinweist. Der Macherner Baum steht in einem Hausgarten im Buchenweg (Bild u. l.), der andere im Püchauer Pfarrgarten (Bild u. r.). In Deutschland gibt es auf der Insel Mainau einen sehr alten Riesen-Mammutbaum mit einem Stammumfang von 9,50 m und einer Höhe von 45 m. Ein  ansehnlicher  Riesen-Mammutbaum steht auf dem Städtischen Friedhof Merklinde in Castrop-Rauxel.

                         
Riesen-Mammutbäume:
                           in  Machern im Buchenweg (ca. 8 Jahre)                                      in Püchau im Pfarrgarten  (ca. 11 Jahre)

Hier soll auch der sommergrüne Urwelt-Mammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) erwähnt werden,  der  seine Nadeln im Herbst  braun färbt, abwirft und kahl wird, also nur sommergrün ist, ähnlich wie die Nadelbäume Lärche und Sumpfzypresse. Der Urwelt-Mammutbaum wurde erst 1941 in China entdeckt. Exemplare von ihm stehen in Machern im Buchenweg und im Fichtengang.

2.  Nachdenklich stimmende Erinnerungsbilder von sturm-geschädigten Bäumen am Schwemmteich im Macherner Schloßpark

In den letzten 10 Jahren kam es im Macherner Schloßpark des öfteren zu unerwünschten Baumverlusten, meistens bedingt durch Sturmschäden, vorrangig bei Rotbuchen und Eichen. Aber auch Linden, Hainbuchen, eine Robinie, eine Blutbuche und andere Bäume knickten um (Bilder). Bestimmt spielten dabei auch das hohe Alter und ein schlechter Gesundheitszustand der Bäume eine Rolle. Doch 1998 mussten leider auch junge Roteichen  wegen der Parkgestaltung gewollt weichen.
 

2010: Vom Sturm gebrochene und entwurzelte Stieleiche (ca. 200 Jahre alt)


2011: Vom Sturm entwurzelte Stieleiche (ca. 250 Jahre alt)


2006: Windbruch an einer Blutbuche (ca. 110 Jahre alt)

Die  Gestaltung
des Macherner Schloßparkes begann  schon 1765 und hat sich belegbar mit umfangreichen Anpflanzungen von 1782 bis 1798 durch den Grafen Carl Heinrich August von Lindenau intensiv fortgesetzt. Für den Aufwuchs der vielen Rot- und Blutbuchen und anderer Bäume im Park sorgten später (1806 bis 1945) die vier Schnetger, jeweils Macherner Rittergutsbesitzer. Die 1950 durch Gemeindeaktivitäten  als schönes Eingangsportal in den Park angepflanzte Birkenallee war von Krankheit befallen und wurde 2008 mit 40 Birken durch eine umfangreiche  Baumpatenhilfe erneuert. Mindestens fünf neue Solitärbäume wurden dem Park weiterhin  durch Privatpersonen gestiftet (C. Junghans, M. Fritz, P. Wartberg, H. Zürch und H. Mielke) und weitere vier wie auch 1991 die  34 Bäume der kleinen Lindenallee und andere Bäume durch die Gemeinde Machern neu im Park gepflanzt und so  zur Erhaltung und Erweiterung dieses einzigartigen Parkes in Sachsen beigetragen.


Machern, 10. 01. 2012 /Prof. Dr. Heinz Mielke/