Internationale Hochzeit in Machern 2012


              
                                                                                                                Der Bruder führt die Braut über den Schlossplatz zum Bräutigam   

                  
An der Schlosstreppe empfängt der Bräutigam Jerome seine Braut Mirjam  mit Blumen, dann begeben sie sich zur Eheschließung in die Ritterstube des Schlosses von Machern, wo bereits die etwa 50 internationalen Hochzeitsgäste aus mehr als 10 Nationen Platz genommen haben.  Die  feierliche  Trauungszeremonie findet in deutscher, slowenischer und englischer Sprache  statt.

Jerome Simpson ist Engländer und Ururenkel von Friedrich Hinsch aus Machern (s. u.), dessen Urenkelin Alice 1968 den Engländer R. Simpson heiratete und mit diesem nach England übersiedelte. Dort wurde Jerome geboren, der am 21. 4. 2012 in Machern die Slowenin Mirjam Logonder heiratete. Beide leben in Ungarn (Szentendre), wo sie als freischaffende Fotografin tätig ist und er als Senior Experte des Green Transports beim Regionalen Umweltzentrum für Zentral- und Osteuropa arbeitet. Jerome befasst sich schon seit langem mit der Familiengeschichte der Hinsch-Sippe. Bald wird er darüber eine Schrift unter dem Titel: "Wandervögel - Geschichte der Passage einer preußischen Familie durch Leipzig" veröffentlichen.

"Polterabend mal anders":  Machern-Bericht und Leipzig-Exkursion

Am Vortag der Hochzeit versammelten sich im Kavalierhaus neben dem Schloss zu Machern schon frühzeitig  die bereits eingetroffenen Hochzeitsgäste, um   dem interessanten Bildbericht des Bräutigams über seine Macherner  und Leipziger Vorfahren zu folgen. Danach fuhren die Hochzeitsgäste  mit der  Regionalbahn  von Machern zur Exkursion nach Leipzig. 

           
                                                         Der Bräutigam Jerome bei seinem Vortrag.                Das Hauswappen der Familie Hinsch

Im Bericht über Machern ging es vorrangig  um die 1905 am Nepperwitzer Weg in Wenigmachern  von Jeromes Ururgroßvater  Friedrich Hinsch, einem Schneidermeister aus Leipzig, erbaute und bewohnte Villa mit dem noch heute vorhandenen großen Wappen an der Hauswand (Bild).
Allerdings ist das Wort "ANNO" über dem verschlungenem "FH" nicht mehr voll lesbar und die Goldeinprägungen in den Schriften entschwunden. Über die Geschichte der Villa kann man mehr aus dem Internet erfahren unter: home.uni-leipzig.de/mielke/villen/villen2.htm.
Sie wurde 1950 von den Hinsch-Erben verkauft und hatte danach mehrere Besitzer.
Lange Zeit war sie unbewohnt.  Seit  März 2012 hat sie einen neuen Besitzer und wird saniert. Für Jerome, dem Engländer, und seiner Verwandtschaft  bleibt sie ein interessantes Objekt der Erinnerung, das mit der internationalen Hochzeit in Machern und der dabei erfolgten kurzen  Außenbesichtigung besonders geehrt wurde.

        
                                         Die Hinsch-Villa im Jahre 2000                                                             Die Hinsch-Villa im Jahre 2012

Die Leipzig-Exkursion beinhaltete die Besichtigung von Leipziger Sehenswürdigkeiten mit  Pausen zum Lunch im Riquet-Haus und zum Dinner in Auerbachs Keller. Ein Zoobesuch war am 22. 4. nach der großen Hochzeitsfeier im Lindenausaal des Macherner Schlosses  möglich.


Machern, 18. 07. 2012 /Prof. Dr. Heinz Mielke/