Weitere wundersame Tiergeschichten eines Tierarztes aus Machern in Sachsen

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5. Das Schicksal der 1999 geborenen drei Damwildkälber vom Macherner Hirschgarten

Zwei Kälber ( Heinrich und Rudi) wurden im Juni und ein weiteres Kalb (August) im August 1999 gesetzt, alle drei männlichen Geschlechts. Ihr Vater ist der Damhirsch John. Über ihn wurde unter 1. berichtet und die Entwicklung seines 3. Kopfes veranschaulicht. Hier nun ein Bildbericht von der Entwicklung des 1. Kopfes bei seinem Sohn Heinrich, der damit zum Spießer wurde, und danach zum Schiksal dieser drei Stiefbrüder.

Entwicklung des 1. Kopfes bei Junghirsch Heinrich zum Spießer


Im April 2000 waren erstmalig zwei kleine Hervorhebungen (Buckel) auf der Stirn zwischen den Lauschern zu erkennen, die allmählich höher wurden und im Mai die Form von kleinen Kolben annahmen. Beim weiteren Wachstum wurden sie im Juni und Juli schlank, lang und länger.
Anfang August hatte sie Heinrich an Bäumen und Sträuchern gefegt, d. h.die Basthaut von der knöchernden Unterlage befreit und sich damit zum Spießer gemacht. Gut gewachsen, sitzt auf seinem schlanken Träger ein schmaler Kopf mit zwei gut ausgebildeten Spießen.

Die drei Stiefbrüder


Rudi (Dezember 1999)................Heinrich und August (Juli 2000)

Von Rudi existiert nur dieses eine hoffnungsvolle Bild (links) auf dem tierärztlichen Behandlungstisch. Über sein Schicksal wurde im Macherner Gemeindeblatt Nr.60 (S.29) und Nr. 69 (S.26) berichtet. Daraus geht hervor, dass er am 17. 3. 2000 eingeschläfert werden mußte. Im Juli d. J. wurden Heinrich und August zusammen abgelichtet (Bild oben rechts).
Bei August beginnt gerade erst das Spießerwachstum, das in den nächsten Wochen zur ungleichmäßigen Kolbenausbildung führte. Aus vorrangig haltungsbiologischen Gründen wurde er im September 2000 weidgerecht erlegt.
Heinrich hat schöne, noch in Bast gehüllte Spießer. Er wurde am 10. 8. 2000 umgesetzt in ein anderes sächsisches Tiergehege als Grundstock für eine neue Damwildherde.
Im Macherner Hirschgarten kamen im Juni und Juli 2000 wiederum drei Kälber zur Welt, darunter ein Zwillingspärchen.
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Machern, 15. 12. 2000/Prof. Dr. Heinz Mielke