Weitere wundersame Tiergeschichten eines Tierarztes aus Machern in Sachsen

Weitere wundersame Tiergeschichten eines Tierarztes aus Machern in Sachsen

2. "Frisch, froh, fröscheln" - das virtuelle Froschleben auf dem Gartenbrettzaun

Frösche können an so vieles erinnern. Generationen von Medizinern und Veterinärmedizinern, Biologen und Pharmazeuten, die ihr Studium vor der Menschheitsära von Microsoft und Netscape absolvieren konnten, erinnern sich ganz bestimmt an ihre Physiologie-Ausbildung mit den Übungsstunden, in denen der Zuwachs an Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten durch Versuche an Froschpräparaten erzielt wurde. Der liebe gute alte Teichfrosch Rana esculenta hat sich diesbezüglich wahrlich ein Dankbarkeitsdenkmal und nun auch die tiergeschützte Ruhe verdient. Vielleicht existiert ein solches Denkmal schon irgendwo auf der Welt, vielleicht auch nicht. Die Froschplastiken auf den beiden nachfolgenden Bilder könnten es vielleicht sein - oder?


Vordergrundposition im New Yorker Zoo-Museum/Erhöhte Position in Machern

Der Autor dieser Tiergeschichten kann hier als ehemaliger Veterinärphysiologe in Leipzig noch eine Denkmalsvariante im Schmunzelformat anbieten, entstanden auf denkmalsträchtigem Gelände:

"Das virtuelle Froschleben auf dem Gartenbrettzaun"

Lange vor der Zeit, als 1999 der "Maschendrahtzaun-Fanatismus" in Deutschland kurzfristig die Runde machte, entstanden auf der großen Bretterzaunwand im Garten des Autors, der sich auf dem Gelände der Leipziger Tierklinik befand, die nachfolgenden Bilder. Gemalt hat sie Freund und Kollege, Tierarzt und Tierklinikgartennachbar J. Schulz im Jahre 1984, inspiriert durch Gedanken an das Wochenendrelaxen der sechsköpfigen Familie des Autors im Tierklinikgarten.


"Es wurde gesonnt."


"Es wurde gegrillt."


"Es wurde getanzt."

Beteiligt waren:


Tierzuchtleiterin/Kinderärztin/Buchhalterin/Wissenschaftler


und die Zwillinge.


Tomi Unger hat die Welt der Tiere und die Tiere der Welt über Jahrzehnte auf Papier festgehalten, darunter auch die der Frösche und die Frösche. Sie lässt er in seinem Kamasutra der Frösche frivol-pikante Spielchen machen. Für ein Froschdenkmal ist es nicht geeignet.

Bemerkenswert ist aber seine am Buchende angeführte "tierbezogene Lebensphilosophie", wo es heißt:

"Ich liebe Tiere, aber ich treibe keinen Kult mit ihnen.
Wir können viel von ihnen lernen, sie aber nichts von
uns. Sie gehen nicht in die Kirche, sie gehören keiner
politischen Partei an, und ihre Philosophie beschränkt
sich auf eine Strategie des Überlebens. Manchmal
beneide ich sie, dann und wann fühle ich mich ihnen
sehr nahe, obwohl ich genau weiß, dass sie eigentlich
keinem Menschen trauen sollten. Ich tue nichts weiter,
als sie auf meine Art zu zeichnen. Mein Bleistift tritt an
die Stelle des Jagdgewehres, und statt der Spritze, die
ihnen der Wissenschaftler im Labor verabreicht, be-
nutze ich meine Feder."


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Machern, 15. 05. 2000/Prof. Dr. Heinz Mielke