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Arnd Schultheiss
Resümee
Collagen, Zeichnungen, Grafik

AUSSTELLUNGSZENTRUM KROCH-HAUS
17. Juni bis 31. Juli 2005

Öffnungszeiten
Di, Do, Fr: 10.00 - 17.00 Uhr
mittwochs 12.00 - 17.00 Uhr
samstags 10.00 - 13.00 Uhr
montags, sonntags und an Feiertagen geschlossen

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Totenschädel
Zeichnung, Bleistift, 1946

 


Grabmal des Theoderich in Ravenna, Studienblatt, Tinte und Farbstifte, 1997

 


Sonne I
Collage, farbige Papiere
aus der Folge "Begegnung mit Apoll", 1966-69

 


Lemurenhafte Gruppe III
Blatt 44 aus: Jokoses Theatrum, 2000

 

 

Aus Anlaß seines 75. Geburtstags ehrt die Kustodie den Leipziger Künstler Arnd Schultheiß mit einer Ausstellung. Unter dem Titel „Resümee“ zeigt sie Arbeiten auf Papier in verschiedenen Techniken, darunter Zeichnungen, Radierungen und Papier-Collagen, teils mit anderen Materialien bereichert. Entfaltet werden dabei nicht allein sieben Jahrzehnte reichen Schaffens, sondern zugleich eine große Vielfalt künstlerischer Ansätze: Von Handzeichnungen, wie der frühen Bleistiftstudie eines „Totenkopfes“ aus dem Jahre 1946, und Radierungen über Papiercollagen, darunter der umfängliche Zyklus „Begegnung mit Apoll“ von 1966-69, bis hin zu den mit Knöpfen, Kleiderbügeln und anderen Materialien versehenen Papier-Collagen der Folge „Jokoses Theatrum“ (1996-1999) spannt sich der Bogen. Die jüngsten Arbeiten aus dem Jahr 2004 sind Reiseskizzen und Studien nach alten Meistern. Die Mehrzahl der ausgestellten Arbeiten stammt aus dem Besitz des Künstlers, ergänzt durch Bestände der Kunstsammlungen der Universität Leipzig.

Arnd Schultheiß ist gebürtiger Leipziger und stark durch diese Stadt und ihre künstlerischen Traditionen geprägt: Im Jahre 1930 geboren, nahm er nach einer bereits musisch geprägten Schulbildung ein Kunststudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst auf. Im Anschluß an das Grundstudium bei Elisabeth Voigt wurde er Meisterschüler bei Max Schwimmer. Seit 1951 ist er in Leipzig als freischaffender Maler, Grafiker und Publizist tätig, dem immer wieder öffentliche Aufträge und Ankäufe öffentlicher Sammlungen, Ehrungen (u. a. Kunstpreis der Stadt Leipzig, 1985) und Ämter (u. a. Kultursenator des Freistaats Sachsen, 1993) zuteil wurden.

Ausgangsbasis des künstlerischen Schaffens von Arnd Schultheiß war von Anfang an die Zeichnung nach der Natur, wobei die hier gewonnenen Erkenntnisse vielfach in einem zweiten Schritt ins Abstrakte gewendet wurden. Im Zentrum seines Interesses steht die menschliche Figur, sowohl als Körper als auch als Portrait. In dieser Hinsicht steht Schultheiß ganz in einer Leipziger Tradition, die vor allem eine figürliche ist. Immer wieder gehen seine Erkundungen in Richtung radikaler Reduktion, auf die einfache Umrißlinie, wie bei bestimmten Arbeiten von Rodin und Picasso, oder auf die abstrakt konturierte Fläche, wie bei den Gouaches decoupées von Matisse, wie dort verknüpft mit einer lebhaften Farbigkeit. Mit der Schere aus farbigen Papieren geschnittene Figuren finden sich insbesondere in dem Zyklus „Begegnung mit Apoll“, in dem auch der Ikarus-Mythos und die Ermordung Marats thematisiert sind. Zu den Höhepunkten seines zeichnerischen Werkes gehören die Radierungsfolgen „Studien aus dem Konzertsaal“ I u. II aus den 1980er Jahren, die aufgrund einer großzügigen Schenkung des Künstlers auch in der Kunstsammlung der Universität vertreten sind. Besonders originell und heiter ist der Zyklus „Jokoses Theatrum“: In Form von Papier-Collagen angelegte, technoid anmutende Figuren sind mit allerlei Fundstücken ausformuliert, die von Knöpfen und Apfelsinennetzen über Gürtelschnallen bis hin zu Drahtkleiderbügeln reichen. Kennzeichnend für diesen – farblich eher dunkel gehaltenen – Zyklus ist ferner die häufige Verwendung von Lochstreifen aus der frühen Computerdrucktechnik.

Die hier angerissenen Werkkomplexe ergeben eine facettenreiche Ausstellung, die von großem technischen Können, von der eigenständigen Erkundung verschiedenster künstlerischer Pfade abseits der gängigen Strömungen kündet.

 


 



 

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