Susanne Koelbl

Susanne Koelbl

Susanne Koelbl ist Auslands-Reporterin des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. Sie berichtet aus Kriegs- und Krisenregionen wie dem Balkan, Asien und dem Mittleren Osten, darunter Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan und Nordkorea.

Bekannt wurde sie mit ihren eindringlichen Reportagen und tiefgehenden Interviews mit Staatschefs und politischen bzw militärischen Führern, darunter der syrische  Präsident Bashar al Assad, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit internationalem Haftbefehl gesuchte sudanesische Präsident Omar al-Bashir, die früheren Präsidenten Hamed Karzai (Afghanistan), Pervez Musharraf und Ali Asif Zardari (Pakistan), zuletzt der irakische Premierminister Haider al-Abadi.

Koelbls weitreichendes Netzwerk ermöglichte ihr auch Gespräche mit so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie General Ahmed Shuja Pasha, dem ehemaligen pakistanischen Geheimdienstchef, James Jones, Präsident Obamas früherem Nationalen Sicherheitsberater, General Stanley McChrystal, damals Nato- und US-Truppen-Kommandeur in Afghanistan, Khaled Mashaal, dem radikal-islamischen Führer der Hamas und dem damaligen saudischen Geheimdienstchef Faisal al-Turki sowie vielen anderen. Nach über zehn Jahren Erfahrung in Krisengebieten wie Syrien, Irak oder Afghanistan verfügt sie über einen seltenen Einblick in die Strukturen militanter und extremistischer Gruppen.

2009 veröffentlichte Koelbl ein Buch über Afghanistan, das ihre Eindrücke und Erkenntnisse am Hindukusch wiedergibt: „Krieg am Hindukusch - Menschen und Mächte in Afghanistan“ (mit Olaf Ihlau, Random House, 2009), inzwischen ein Standardwerk.

Koelbl ist regelmässige Teilnehmerin politischer Konferenzen und Talk-Sendungen, sie hält Vorträge über Aussen- und Sicherheitspolitik und über die Rolle der Medien in Kriegs- und Krisengebieten. Neben ihrer Berufstätigkeit unterstützte die Reporterin jahrelang die internationale Journalistenausbildung des Ausbildungsprogramms INWENT.

Koelbl studierte Sprachen an der Université Catholique in Angers in Frankreich und Politik und Geschichte an der LMU in München. Sie volontierte bei der „Abendzeitung“ in München.

Als Knight Wallace Fellow an der University of Michigan in Ann Arbor, USA arbeitete Koelbl 2011/2012 während eines Sabbaticals an einer Studie zu Syrien und hielt Gastvorlesungen zum Afghanistan-Konflikt.

Koelbl ist Stipendiatin des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie Fellow des Deutsch-Israelischen Young-Leader Programms der Bertelsmann-Stiftung und des Deutsch-Chinesischen Medien- Botschafter-Programms der Robert-Bosch-Stiftung.

Die SPIEGEL-Reporterin wurde für ihre Reportagen mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Reemtsma Liberty Award 2014.


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