Buchpräsentation „Luchterhand im Dritten Reich“ 27.06.18

Verlagsgeschichte

Im August 2012 erregte in der Presse die Vermutung Aufmerksamkeit, der damalige Hermann Luchterhand Verlag habe von der antisemitischen Politik des Dritten Reiches profitiert. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Buchwissenschaft) der Universität Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Lokatis erforschte daraufhin die Geschichte des Verlages in der NS-Zeit. Während der Leipziger Buchmesse 2016 wurden bereits erste Ergebnisse präsentiert. Das Buch, welches aus einer Masterarbeit von Sophie Kräusslich und aus der Bachelorarbeit von Freya Leinemann entstanden ist, wurde nun fertig gestellt: Im Hauswedell Verlag erscheint als Band 1 der Reihe Leipziger Arbeiten zur Verlagsgeschichte das Resultat der wissenschaftlichen Untersuchung unter dem Titel „Luchterhand im Dritten Reich. Verlagsgeschichte im Prozess“.

Am Mittwoch, den 27. Juni um 13.00 Uhr werden der Band und die Forschungsergebnisse im Fürstenzimmer der Leipziger Universitätsbibliothek Bibliotheca Albertina, Beethovenstr. 6, der Öffentlichkeit vorgestellt. Anwesend sind u.a. Prof. Dr. Siegfried Lokatis (Universität Leipzig), Dr. Georg Reuchlein (Luchterhand Literaturverlag), Florian Hiersemann (Hauswedell Verlag) und Prof. Dr. Klaus G. Saur (Ehrensenator der Universität Leipzig). Der Eintritt ist frei. Medienvertreter werden um Anmeldung an g.voehringer@hauswedell.de (Gisela Vöhringer, Tel. 0711 / 5499 7111) gebeten.

Bloomsday 2018

Am 16. Juni ab 19:00 Uhr lädt die Leipziger Buchwissenschaft traditionell wieder alle Studierenden, Dozenten, Freunde und Förderer zum Bloomsday in das Bibliotop (Hainstraße 11) ein.

Für alle, die mit dem Bloomsday nichts anfangen können: Der 16. Juni 1904 ist der Tag an dem der Roman „Ulysses“ von James Joyce in Dublin (daher Irish Pub) spielt. Hauptperson des Romans ist Leopold Bloom, dessen Tag im Roman in Form eines Bewusstseinsstroms beschrieben wird…

Buch: Baron der englischen Bücher. Der Leipziger Verlag Bernhard Tauchnitz 1837–1973

Cover Baron der englischen Bücher 978-3-86729-201-6

Die Leipziger Autoren Melanie Mienert, Thomas Keiderling, Stefan Welz und Dietmar Böhnke schreiben über einen großen Verleger des 19. Jahrhunderts und seine legendäre Edition, die »Collection of British and American Authors«. Als langjährig recherchierende Buchwissenschaftler, Historiker, Anglisten legen sie trotz weitgehend verlorengegangener Quellengrundlage nach Ausbombung des Verlages Ende 1943 eine moderne Verlagsgeschichte vor. Überraschende Einblicke bieten sich in den deutsch-englischen Bücherkosmos, namentlich in die Rezeption der englischsprachigen Literatur im kontinentalen Europa.

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Vortrag: „Brockhaus, Reclam & Co.: Wie Verleger und Buchhändler den Leipziger Osten prägten“

Buchwissenschaftler Thomas Keiderling (Foto: Michael Hoffert)

Für viele Leipziger gilt der Begriff „Buchstadt“ als gesetzt, aber was verbirgt sich dahinter? Und wer weiß schon, welch überragende Bedeutung der Osten Leipzigs – vor allem die Ostvorstadt und Reudnitz – für die Verlage und Buchhändler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts hatte? Darüber wird auf Einladung des Bürgervereins Neustädter Markt e.V. der renommierte Leipziger Historiker und Medienwissenschaftler PD Dr. habil. Thomas Keiderling (Universität Leipzig) am Donnerstag, dem 4. Mai, um 19 Uhr im Pöge-Haus (Hedwigstr. 20, am Neustädter Markt) in einem spannenden Vortrag sprechen. Thomas Keiderling ist Autor zahlreicher Publikationen zur Buchwissenschaft und zur Geschichte von Buchhandel und Verlagswesen, u.a. des Buches „Aufstieg und Niedergang der Buchstadt Leipzig“ (Sax-Verlag, Beucha/Markkleeberg 2012). Weiterlesen

Ausstellung „Buchverfremdung“

Am 24. Juni 2016 eröffnen Studierende des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft eine Ausstellung mit Werken des Schweizer Künstlers Martin Schwarz im Bibliotop.

Die gezeigten „Buchobjekte“ sind Bücher, die Schwarz mit Farbe, Leim, Pappmaché und Schrauben zu Kunstwerken verwandelt hat. Bis zu drei Wochen arbeitet der Künstler an einem Buch, in denen geschnitten, geklebt und getrocknet wird. Die Idee zu den Buchobjekten hatte Schwarz, als er in den 70er-Jahren Schreibhefte bemalte, die sich zu wellen begannen und so Objektcharakter bekamen.

Bei der Auswahl eines Buchs ist vor allem die passende Größe wichtig. Nur wertvolle antiquarische Werke oder Bücher, deren Thematik Schwarz nicht gefällt, sind für den Künstler tabu. „In der Verwandlung liegt auch eine Zerstörung. Meist wähle ich gängige Romane wie z. B. Der Sommer der Schmetterlinge“, so Schwarz.

Martin Schwarz zeigte seine Werke bereits u. a. in Berlin, Wien, Zürich, Basel, Genf und Krakau. Die Ausstellung im Bibliotop eröffnet am 24. Juni 2016 um 20:00 Uhr im Bibliotop der Leipziger Buchwissenschaft in der Hainstraße 11 (dritter Stock). Der Eintritt ist frei.

Ausstellung „Das Bibliotop in der Bibliothek“

Ausstellung zu Bücherdingen und Verlagswerbung der Sammlung Lewejohann in
der Leipziger Stadtbibliothek

Am 24. Juni 2016 eröffnen Studierende des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft eine Ausstellung der Leipziger Buchwissenschaft in der Stadtbibliothek.

Die gezeigten Objekte stammen aus der Sammlung des Buchändler-Ehepaars Regine und Lutz Lewejohann aus Neuss, das die Objekte über 30 Jahre gesammelt und in einer Wohnung in Grimma gelagert hatte. Im Dezember vergangenen Jahres wurde die Sammlung ins „Bibliotop“ der Buchwissenschaft in der Hainstraße überführt und wird nun erstmalig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Sammlung umfasst neben 3000 Büchern über Bücher eine Unzahl von Buchdevotionalien und Verlagswerbeartikeln, vom Langenscheidt-Toaster bis hin zu einem Ventilator des Ullstein-Verlages.
Die Inventarliste nennt u. a. insgesamt 365 Taschen und Tüten, 265 Textilien, 193 Nahrungsmittel, 191 Feuerzeuge und Streichhölzer, 49 Uhren und 22 Krawatten.
In zehn Vitrinen werden ausgewählte Exponate präsentiert. Fünf Vitrinen widmen sich den
Werbetätigkeiten je eines Verlages (u. a. Goldmann und Langenscheidt), fünf Vitrinen sind den Zimmern einer Wohnung nachempfunden und ordnen die Artikel entsprechend ihrem Verwendungszweck in Bad, Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer und Garten.
„Die Sammlung Lewejohann ist eine einmalige und originelle Hommage an das Buch und die Buchkultur. Ich freue mich über die Möglichkeit, sie kleinen und großen Leseratten in unserer Stadtbibliothek präsentieren zu können“, sagt Siegfried Lokatis, Professor für Buchwissenschaft und Leiter des Ausstellungsseminars.

Die Ausstellung wird am 24. Juni 2016 um 18:00 Uhr im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ eröffnet und kann bis zum 11. September 2016 zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10:00 bis 19:00 Uhr, Mittwoch 13:00 bis 19:00 Uhr, Samstag 10:00 bis 16:00 Uhr) im Foyer im ersten Stock besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Prof. Dr. Siegfried Lokatis und die Studierenden, die die Ausstelung konzipiert haben

Prof. Dr. Siegfried Lokatis und die Studierenden, die die Ausstellung konzipiert haben

Pressekontakt:
Jens Hagelstein (jens.hagelstein@uni-leipzig.de)

Foto:
Markus Sperber

Feier zum Bloomsday

Am 16. Juni 2016 lädt die Leipziger Buchwissenschaft alle Studenten, Dozenten, Freunde und Förderer zum Bloomsday in das Bibliotop (Hainstraße 11) ein. Die Feier beginnt um 18:30 Uhr.

Wir freuen uns mit euch und Ihnen den Bloomsday zu feiern!

Für alle, die mit dem Bloomsday nichts anfangen können: Der 16. Juni 1904 ist der Tag an dem der Roman „Ulysses“ von James Joyce in Dublin (daher Irish Pub) spielt. Hauptperson des Romans ist Leopold Bloom, dessen Tag im Roman in Form eines Bewusstseinsstroms beschrieben wird…

Ausstellung zur Buchkunst der DDR läuft noch bis Ende März

Die Buchmesse ist vorbei, doch die Ausstellung „Die vergessene Buchkunst in der DDR“ ist noch in vielen Schaufenstern der Leipziger Innenstadt zu bewundern.

Noch zu besichtigen sind:

  • Bücher des Eulenspiegel Verlags im Pilot
  • Bücher des Aufbau-Verlags und des Buchverlag Der Morgen im Petersteinweg (ehemaliges Kaufhaus Kult)
  • Bücher des Reclam Verlags in der Burgstraße
  • Die Reihen des Gestalters Lothar Reher bei Hugendubel
  • Umschläge der Illustratoren Elizabeth Shaw und Manfred Bofinger beim Schuhgeschäft Tizian

Buchverlag der Morgen

Auch die Presse berichtete über die Ausstellung:
BuchMarkt vom 27.2.16
The Leipzig Glocal vom 16.3.16
Leipziger Internet Zeitung vom 26.3.16