Kleinräumige Inhomogenitäten in der Kruste unter Deutschland

 
 
Traditionell wird die Ausbreitung seismischer Wellen in der Erde mit Methoden der Strahlseismik in deterministischen Modellen beschrieben. Kleinräumige Inhomogenitäten jedoch entziehen sich der deterministischen Beschreibung, da sie unterhalb der Auflösungsgrenze seismologischer Methoden liegen. Ein prominentes Indiz für die Existenz dieser Heterogenitäten ist die seismische Coda. Um aus diesem Teil des Seismogramms Informationen gewinnen zu können bedarf es einer statistischen Beschreibung der Inhomogenitäten. Dazu dient die Energie-Transfer-Theorie, die anstatt der Wellenausbreitung die Ausbreitung seismischer Energie betrachtet. Mit Hilfe dieser Theorie werden wichtige Parameter zur Charakterisierung der Erdkruste wie Qualitätsfaktor und Streukoeffizient bestimmt. Darüberhinaus wird die Coda zur Bestimmung von Herdparametern wie dem seismischen Moment benutzt.
 
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