Blockpraktikum (SPS IV/V) in den romanischen Schulsprachen (Module 04-027-1006; 04-028-1006; 04-029-1006)

Die Koordination der SPS IV/V verantwortet das Büro für Schulpraktische Studien des ZLS. Alle Vorgaben des ZLS sind daher bindend. Wichtige Informationen und Formulare sind einsehbar unter http://www.zls.uni-leipzig.de/zentrum.html. Die inhaltlichen Belange verantwortet die Fachdidaktik. Beide Bereiche arbeiten in enger Absprache miteinander.

Ziel und Teilnahmevoraussetzungen

Ziel des Blockpraktikums ist die eigenständige, fachdidaktisch reflektierte Umsetzung der Erkenntnisse aus den vorherigen Modulen, insbesondere die Vertiefung der in den SPÜ gesammelten Unterrichtserfahrungen. Teilnahmevoraussetzung ist das bestandene Modul Didaktik II. Modul Didaktik III ist nicht Voraussetzung nach neuer Prüfungs- und Studienordnung.

Bedingungen für die Wahl der Praktikumsschule

Die Schulpraktischen Studien IV/V (SPS IV/V) im Lehramtsstudiengang Französisch und Spanisch (Gymnasium, Mittelschule) und Italienisch (Gymnasien) finden in Form eines vierwöchigen fachdidaktischen Blockpraktikums statt. Dieses wird in der Regel an dem studierten Schultyp abgelegt, es kann aber auch auf den jeweils anderen ausweichen, z.B. wenn nicht genügend Plätze an der eigenen Schulform zur Verfügung stehen.

Die Schulen werden entweder über das Praktikumsbüro angeboten oder aber durch die Studierenden selbst organisiert. Hierfür stellen sie Anfragen an Schulen in freier Trägerschaft in Sachsen, dem restlichen Bundesgebiet oder im Ausland. Sie müssen in Eigenverantwortung sicherstellen, dass die Schule die gestellten Anforderungen (s.u.) erfüllen kann, diesen in der Fachdidaktik vorlegen und unsere Genehmigung einholen. Oft ist es schwierig, Schulen im Ausland mit vergleichbaren Rahmenbedingungen zu finden (u.a. muss der Unterricht in Französisch/Spanisch/Italienisch als Fremdsprache gehalten werden), weswegen hier oft eine besondere Prüfung der Eignung der Schulen angezeigt ist. Auch müssen sich die Studierenden eigenverantwortlich um ihren Auslandsversicherungsschutz (KV, ggf. Unfallversicherung u.a.) kümmern. Auch bei Berufsschulen aus dem Portal ist es angezeigt zu prüfen, ob die Schule die Bedingungen für das Absolvieren des Blockpraktikums erfüllen kann: Wenn der Fremdsprachenunterricht erst in der Sek. II einsetzt, kann Anfangs- und Aufbauunterricht, aber kaum Grund- und Leistungskursunterricht stattfinden. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte gern bei uns nach. Das Praktikum an einer Schule im Aufbau ist nicht möglich, da dort nicht alle Klassenstufen vorhanden sind.

Zeitraum des Blockpraktikums

Die Blockpraktika finden zwei Mal im Jahr in der vorlesungsfreien Zeit statt: im Februar/März (Wintersemester) und im August/September (Sommersemester). Die genauen Zeiträume legt das Praktikumsbüro fest (s. Homepage des ZLS). Nur in begründeten Ausnahmefällen und nur nach Absprache mit der Schule und mit Genehmigung der Fachdidaktikprofessur kann der Zeitraum verändert werden. Eine Verkürzung etwa durch Reihung beider Praktika an derselben Schule ist aus romanistischer Sicht nicht zulässig. Eine Verlängerung des Praktikums ist nur aus Gründen zulässig, die der/die Studierende nicht zu vertreten hat, z.B. unvorhergesehene Ausfälle an der Schule. Auch in diesem Fall halten Sie bitte mit uns Rücksprache.

Zeitpunkt des Blockpraktikums

Studienordnung und Studienverlaufsplan des Gymnasialstudiums setzen den Workload für das Blockpraktikum im 8. Semester an, d.h. im August/September. Der Zeitpunkt des Praktikums ist jedoch flexibel, es kann ebenso gut im 7. Semester (Februar/März) oder im 6. Semester (August/September) abgeleistet werden. Wenn das Modul Didaktik II (SPÜ) im Sommersemester (April bis Juli) bestanden wurde, kann also im August/September desselben Semesters bereits das Blockpraktikum stattfinden. Bezüglich der Anmeldemodi halten Sie bitte mit uns Rücksprache.

Nicht möglich ist das Blockpraktikum im 9. Semester (Februar/März), wenn die Anmeldung zum Staatsexamen im 9. Semester (Januar/Februar) geplant ist. Das Nachreichen der Note ist nicht möglich, denn die Dauer der Verschriftlichung des Praktikumsportfolios und dessen Korrektur sind (auch in der Nachfrist) nicht leistbar. Wenn der/die Studierende allerdings das Staatsexamen verschiebt, kann sich auch das Blockpraktikum entsprechend verschieben.

Studienordnung und Studienverlaufsplan des Mittelschulstudiums empfehlen ebenfalls das Blockpraktikum im 8. Semester (August/September). Hier empfehlen wir dringend, das Bockpraktikum im 6. oder 7. Semester zu absolvieren, wenn eine reguläre Anmeldung zum Staatsexamen im 8. Semester (August/September) für das 9. Semester geplant ist. Wird das Staatsexamen verschoben, kann sich auch das Blockpraktikum entsprechend verschieben.

Anmeldung für das Blockpraktikum

Die offizielle Anmeldung zum Blockpraktikum erfolgt sowohl über das Tool als auch über das Online-Praktikumsportal des Büros für Schulpraktische Studien des ZLS. Verantwortlich für das Portal ist Frau Münch. Hier werden im Oktober bzw. im April verfügbare Praktikumsplätze der Sächsischen Bildungsagentur (Regionalstellen Leipzig, Chemnitz und Zwickau) angeboten. Bei diesen Schulen ist die Eignung für die Erfüllung der Bedingungen für das Praktikum i.d.R. zwar durch das LaSuB bzw. das ZLS geprüft, sie sollten jedoch immer auch durch die Studierenden gegengeprüft werden. Dass den Praktikant*innen keine Schulen in Leipzig, Dresden und Umgebung zur Verfügung gestellt werden können, ist der Belegung dieser Schulen durch die SPÜ-Gruppen geschuldet. Ausgenommen sind Härtefälle, z.B. Studierende mit Kind, die mit entsprechenden Belegen beim ZLS beantragt werden können.

Das ZLS gibt auch die Formulare für die Selbstanfrage bei Schulen (s.o.) aus. Die Genehmigung für das Praktikum an einer selbst organisierten Schule muss dem ZLS und der Fachdidaktik vorgelegt werden. Erst damit ist die Anmeldung abgeschlossen. Auch der Beleg über das abgeschlossene Praktikum muss dem ZLS und der Fachdidaktik vorgelegt werden. Erst damit ist das Praktikum abgeschlossen. Alle weiteren Anmeldeformalitäten und -fristen sind im ZLS zu erfragen.

Anforderungen für das Bestehen des Blockpraktikums

Unterrichtsversuche und Hospitationen

Für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung müssen im gesamten Studium 40 eigene Unterrichtsversuche in einem Nachweisheft (erhältlich im ZLS, bei den Bildungswissenschaften und den Fachdidaktiken) nachgewiesen werden. Darunter fallen die Stunden in den SPS I (Bildungswissenschaften), SPÜ (beide studierte Fächer) und den SPS IV/V (beide studierte Fächer).

Zunächst sind mindestens 20 Stunden Unterrichtsbeobachtung nachzuweisen, und zwar mindestens 4 Stunden in jeder Doppelklassenstufe: 5 oder 6, 7 oder 8, 9 oder 10, Grund- oder Leistungskurs. Es ist auch möglich und sogar erwünscht, einige der Stunden in einer anderen modernen Fremdsprache zu hospitieren, z.B. Englisch, Russisch oder einer anderen romanischen Sprache.

In der Regel müssen in jedem Fach mindestens 18 Stunden unterrichtet werden, in begründeten Ausnahmefällen sind auch 16 Stunden ausreichend. Allerdings muss dann im Zweitfach ein Ausgleich entstehen, um die geforderten 40 Stunden zu erreichen. Die Unterrichtsversuche müssen in mindestens zwei der vier möglichen Doppelklassenstufen abgehalten werden, also z.B. in einer 6. Klasse und einer 9. Klasse; wünschenswert ist auch Unterricht in der Sekundarstufe II. Der Unterricht ist nur in der studierten Sprache möglich; DaF-Unterricht im Rahmen von Fremdsprachenassistenz ist nicht möglich. Der Unterricht muss nach den Prinzipien des modernen Fremdsprachenunterrichts im Rahmen der Lehrpläne geplant, durchgeführt und reflektiert werden.

Einführungs- und Auswertungssitzung

Ein Moodle-Kurs enthält zahlreiche Materialien und Informationen zum Blockpraktikum, das Passwort verteilt die Dozentin in der Einführungssitzung, die immer gegen Ende der Vorlesungszeit (Februar bzw. Juli) stattfindet und obligatorisch ist. Zu Beginn des neuen Semesters (April, Oktober) findet eine ebenfalls obligatorische Auswertungssitzung zum Austausch über die Erfahrungen im Praktikum statt. Die Termine werden im Vorlesungsverzeichnis bekannt gegeben.

Praktikumsportfolio

Das Praktikumsportfolio ist eine benotete Prüfungsleistung. Genaue Hinweise zum Inhalt des Praktikumsportfolios finden sich im Leitfaden zum Didaktikstudium im Moodle-Kurs des Moduls. Wird das Praktikumsportfolio nicht fristgemäß abgegeben oder fehlen im Praktikumsportfolio die offiziellen Nachweise (Praktikumsbescheinigung…), so gilt die PL als nicht erbracht.

Statt des Praktikumsportfolios können Studierende, die eine Staatsexamensarbeit in der Fachdidaktik planen, auf Wunsch eine  Hausarbeit verfassen. Diese greift z.B. die Themen des Seminars „Vertiefung“ (Modul Didaktik III) auf und stellt eine inhaltliche und methodische Vorbereitung auf die Staatsexamensarbeit dar. Die Note der Hausarbeit steht dann anstelle der Note des Praktikumsportfolios im Modul Didaktik IV. Die offiziellen Nachweise für die Praktika müssen dessen ungeachtet bitte abgegeben werden! Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Prof. Neveling.

Blockpraktika im Studienverlauf