Professor Dr. Martin Durrell, The University of Manchester

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, (Folie 1)

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es ist mir eine große Freude, dass ich die heutige Festveranstaltung anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Zeitschrift „Deutsch als Fremdsprache“ mit einer Festrede abschließen darf. Ich will Sie natürlich nicht übermäßig lange von den eigentlichen Festlichkeiten abhalten (der Wein steht wohl schon draußen), aber dieser Anlass soll selbstverständlich auf angemessene Weise gewürdigt werden.
Es war natürlich eine große und sehr angenehme Überraschung, als Herr Fandrych mich gebeten hat, diese Rede zu halten, und ich war keineswegs sicher, ob ich dieser Aufgabe gewachsen sein würde, aber diese Bitte bedeutete eine Ehre, die ich nicht abschlagen durfte. Doch die Verantwortung, die dabei auf mich zukam angesichts des Ansehens der Zeitschrift in einem Fach, dem sie eigentlich den Namen gab, war sehr groß, und ich setzte mich mit nicht geringer Unsicherheit an diese Aufgabe.
Als ich zusagte, hat Herr Skibitzki freundlicherweise eine Assistentin beauftragt, eine vollständige Liste der Artikel (Folie 2)
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zusammenzustellen, die seit 1964 in der Zeitschrift erschienen sind. Leider reicht diese Liste nur bis zum Jahre 1990. Ich konnte Herrn Skibitzki jedoch versichern, dass ich selber im Stande war, die fehlenden Informationen zu finden, weil ich die Zeitschrift seit 1977 persönlich beziehe und sich alle Hefte (zum Leidwesen meiner Frau) bei uns zu Hause sorgfältig aufbewahrt auf dem Dachboden befinden. Inzwischen sind natürlich alle Jahrgänge bis 2001 digitalisiert und kostenfrei auf verschiedenen Webseiten in Deutschland zugänglich und können dort über Suchmaschinen recherchiert werden – eine enorm wertvolle Forschungsressource, für die alle sehr zu Dank verpflichtet sind, die sich mit dem Unterricht des Deutschen als Fremdsprache befassen. Aber in meinem Alter habe ich immer noch gern Papier in der Hand.
So schwebte mir vor, ich könnte zu diesem Festakt am besten die seit 1964 in der Zeitschrift erschienenen Artikel nach Thematik und Sachgruppen klassifizieren und zusammenfassen und die besten darunter etwas ausführlicher besprechen – insbesondere diejenigen, die man auch heute noch wissenschaftlich in Betracht ziehen soll, oder vielleicht vor allem diejenigen, die für den Deutschunterricht für Ausländer auch heute noch wertvolle und brauchbare Einsichten und Vorschläge für die Praxis bringen. Aber nachdem ich mich an diese angenehme und sehr instruktive Aufgabe gesetzt hatte, stellte ich mit Bedauern fest, dass ich mit meinem Vortrag leider vor Mitternacht würde aufhören müssen, damit auch etwas Zeit für andere wichtige Teile des Festaktes übrig bliebe. Obwohl sich also die hervorragenden Leistungen der Zeitschrift während der 50 Jahre ihres Bestehens auf diese Weise am besten darstellen ließen, war es wahrscheinlich ratsamer, auf eine etwas andere Weise an die Aufgabe heranzugehen.
Ich habe vorhin erwähnt, dass ich die Zeitschrift selber seit 1977 persönlich beziehe, und vielleicht sollte ich zunächst erklären, wie es dazu gekommen ist. In den 1970er und 1980er Jahren hatte das Germanistische Institut der Universität Manchester einen Austausch mit der KMU Leipzig (wie sie zu dieser Zeit hieß). Angesichts der damaligen politischen Verhältnisse handelte es sich dabei um ein etwas ungewöhnliches (und gelegentlich nicht einfaches) Übereinkommen, aber bis zu zehn Studierende erhielten dabei die zu jener Zeit außergewöhnliche Gelegenheit, ein Semester lang das Leben jenseits des Eisernen Vorhangs kennenzulernen – wie es wirklich war und nicht wie es in der Propaganda von West oder von Ost dargestellt wurde. Und dabei auch ihre Deutschkenntnisse zu verbessern durch die Begegnung mit der deutschen Sprache in ihrer sächsischen Erscheinungsform (lieber einen sächsischen als einen Londoner Akzent!). Im Jahre 1975, als dieser Austausch zwei Jahre lang bestand, erhielt der damalige Leiter des Germanistischen Instituts in Manchester, Professor Dr. Rudolf E. Keller – der leider vor zwei Wochen in seinem 95. Lebensjahr verschieden ist – einen Anruf von einem Kollegen aus Leipzig, der vorschlug, dass vielleicht eine Kollegin oder ein Kollege aus Manchester für eine Woche nach Leipzig kommen könnte, um die hervorragende Betreuung der Studierenden an Ort und Stelle anzusehen und festzustellen, dass alles nach Wunsch ablief. Natürlich fiel seine Wahl auf das damals jüngste Mitglied des Instituts – denjenigen, auf den man schließlich notfalls relativ problemlos hätte verzichten können –, und so kam ich im Juni 1975 für eine Woche nach Leipzig (Folie 3)
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– eine hochinteressante und lehrreiche Woche, in der ich von den hiesigen Kolleginnen und Kollegen sehr gastfreundlich aufgenommen wurde – eventuell sind einige hier im Saal, die sich an diesen Besuch erinnern und denen ich noch einmal meinen aufrichtigen Dank aussprechen möchte. Alles war natürlich anders, als ich erwartet hatte (wenn ich überhaupt von konkreten Erwartungen reden kann), und ich habe zwei Vorträge gehalten, die sehr freundlich aufgenommen wurden. Daraufhin hat man mich gefragt, ob ich vielleicht einen bei der Zeitschrift „Deutsch als Fremdsprache“ einreichen möchte – und ich muss heute mit Bedauern zugeben, dass diese mir zu der Zeit nicht bekannt war. Ich habe jedoch dankbar zugesagt, und so erschien eine meiner ersten wissenschaftlichen Arbeiten in der Zeitschrift – im 1. Heft des 14. Jahrgangs 1977. Glücklicherweise vermochte die Zeitschrift diese Blamage erfolgreich zu überstehen und hat es seitdem zu neuer Blüte gebracht.
Bei meinem Artikel (Folie 4)
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handelte es sich um eine Analyse der Flexionsmorphologie der deutschen Nominalphrase auf der theoretischen Grundlage eines Vorschlags von meinem britischen Kollegen Peter Matthews, der meines Erachtens überzeugend gezeigt hatte, dass das damals vorherrschende morphembasierte Modell für die morphologische Analyse von flektierenden Sprachen keineswegs angemessen war und dass ein auf Wortformen und Paradigmen basierter Ansatz zu einem besseren Verständnis der grundlegenden Struktur des Deutschen führen könnte. Allerdings waren meine Untersuchungen auch durch eine praktische fremdsprachendidaktische Frage motiviert, und zwar wie man Lernenden mit englischer Muttersprache die anscheinend komplizierte Flexionsmorphologie des Deutschen am effektivsten vermitteln kann. Hier muss ich jedoch einen kleinen Exkurs machen und einen wichtigen Aspekt der fremdsprachenphilologischen Fächer in Großbritannien (zum Teil auch in den USA und in anderen englischsprachigen Ländern) erklären, denn anders als in vielen anderen europäischen Ländern müssen alle Kolleginnen und Kollegen auch praktischen Sprachunterricht erteilen – so gut sie können und ohne systematische Ausbildung für diese Aufgabe. Das ist nicht unbedingt der Grund für die berüchtigte mangelnde Sprachkompetenz der Briten, aber obwohl die meisten von uns diese Lehrtätigkeit sehr fleißig und pflichtbewusst ausführen, finden einige Kolleginnen und Kollegen sie gelegentlich etwas schwierig. (Dabei handelt es sich nicht unbedingt immer um Spezialisten in Literaturwissenschaft, denn der damalige Leiter des Germanistischen Instituts in Cambridge, Leonard Forster, ein international anerkannter Experte für die deutsche Literatur der Barockzeit, hat ausgezeichnete Übersetzungsübungen für Studierende im ersten Semester gegeben, und ich habe das Glück gehabt, an diesen teilnehmen zu dürfen.) Jedoch war und ist ein großer Nachteil dieser Tradition der Umstand, dass die Fremdsprachendidaktik leider lange vernachlässigt wurde – außer für Englisch, das als separates und besonderes Fach gilt, was zu einer echten Sprachindustrie geführt hat. Lange Zeit war Christian Fandrych im King’s College London (wie auch sein Vorgänger Dietmar Rösler, der 1996 einem Ruf nach Gießen gefolgt war) der einzige Kollege in der britischen Germanistik mit einer Spezialisierung in der Fremdsprachendidaktik. Das hatte jedoch zur Folge, dass von Linguisten mit anderen wissenschaftlichen Interessen erwartet wurde – und in den meisten germanistischen Instituten in Großbritannien gab es ja nur einen einzigen Sprachwissenschaftler –, dass sie sich dafür interessierten und in Zusammenarbeit mit den Lektorinnen und Lektoren eine führende Rolle in der Organisation und für die Qualität des praktischen Sprachunterrichts übernehmen sollten.
So kam es, dass ich mich als ausgebildeter Dialektologe und Soziolinguist (und als dienstjüngster Dozent) auch mit Problemen der Fremdsprachendidaktik beschäftigen musste, und da dies auch die Beschäftigung mit dem Verhältnis von theoretischer und angewandter Sprachwissenschaft und der kontrastiven Linguistik im Allgemeinen mit sich brachte, habe ich diese Aufgabe doch gern übernommen und mich seither wissenschaftlich stets dafür engagiert, und dabei war mir die Zeitschrift „Deutsch als Fremdsprache“ immer eine unentbehrliche Stütze. Denn der Schwerpunkt der Zeitschrift lag ja immer in der theoretischen Analyse der Struktur der deutschen Sprache nach den Erkenntnissen der modernen Linguistik und in der Untersuchung, wie solche wissenschaftlichen Befunde für die fremdsprachendidaktische Praxis effektiv genutzt werden könnten. Dies war natürlich die Priorität von Gerhard Helbig, der von dem ersten Jahrgang an Beiträge geliefert hat und 1969 auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut berufen wurde. Bis zu seinem von allen tief betrauerten Tod im Jahre 2008 verfasste er etwa 600 wissenschaftliche Publikationen im Fach Deutsch als Fremdsprache – nicht alle in der Zeitschrift dieses Namens, aber praktisch jedes Jahr war er mit einem wissenschaftlichen Beitrag oder einer Rezension vertreten, der letzte „Zu den Kopulasätzen im Deutschen“ im Heft 2 des Jahrgangs 2008 – im darauffolgenden Heft 3 erschien die Meldung von seinem Tod mit einem Nachruf auf ihn. (Folie 5)
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Diese Priorität von Gerhard Helbig ist vielleicht am deutlichsten in seinen Arbeiten zur Valenz zu erkennen. Vor ihm hatten zwar schon andere wie Brinkmann und Erben den Wert von Tesnières Theorien für die Analyse des deutschen Satzbaus erkannt, aber Gerhard Helbig war es, der als Erster die breiten Möglichkeiten des Valenzbegriffs für die Fremdsprachenpädagogik gesehen und entwickelt hat. Sein erster Beitrag dazu (Folie 6) erschien schon im 2. Jahrgang der Zeitschrift und hieß „Der Begriff der Valenz als Mittel der strukturellen Sprachbeschreibung und des Fremdsprachenunterrichts“ – der Titel mit der für Helbig typischen Verbindung von Theorie und Praxis ist natürlich höchst signifikant und könnte
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vielleicht sogar als Leitmotiv für die Richtung der Zeitschrift seit Beginn dienen. Der Beitrag ist theoretisch auf dem neusten Stand der damaligen Forschung, denn Helbig diskutiert nicht nur Brinkmann und Erben, die Tesnières Ansatz in Deutschland aufgenommen hatten, wobei er die Unterschiede von deren Ansichten zu seinen eigenen Gedanken zur Valenz begründet, sondern er rezipiert auch eine soeben erschienene Arbeit von Noam Chomsky („Categories and Relations in Syntactic Theory“), in der weitere semantisch bedingte Selektionsbeschränkungen dargestellt sind, wie z. B., ob ein Verb ein belebtes Wesen als Subjekt oder Objekt zulässt. Und derartige semantische Selektionsrestriktionen werden dann auch in seinen weiteren Arbeiten übernommen, wie in den beiden im folgenden 3. Jahrgang 1966 erschienenen bahnbrechenden
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Beiträgen „Untersuchungen zur Valenz und Distribution deutscher Verben“. Ab 1967 kam dann eine Folge von Darstellungen von Helbig und seinen Mitarbeitern mit „Listen zur Valenz und Distribution deutscher Verben“ (Folie 7) – in der bekannten Form, die der Darstellung im „Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben“ zu Grunde liegt, dessen erste Auflage 1969 erschienen ist. Und die graphische Darstellung der Valenzrelationen in den ersten Artikeln findet sich seither in vielen anderen (den meisten) Lehrwerken zum Unterricht des Deutschen als Fremdsprache, wie z. B. in der neuesten Ausgabe von „Essential German Grammar“, die ich gerade im Moment mit zwei Kolleginnen aus Oxford
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vorbereite. (Folie 8)
Der soeben erwähnte Artikel zur Valenztheorie aus dem Jahre 1965 sowie weitere Artikel im Jahre 1967 wie „Die Bedeutung syntaktischer Modelle für den Fremdsprachenunterricht“ (Folie 9) (schon wieder ein Titel, der für Helbig und die Grundsätze der Zeitschrift absolut bezeichnend ist) zeichnen sich nicht nur durch die Bezugnahme auf Chomsky aus, sondern auch durch die ausführliche Diskussion westlicher Arbeiten – Hans Glinz, selbstverständlich, aber auch die damals relativ neue
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erste bundesdeutsche Ausgabe der Duden-Grammatik von Paul Grebe und die fremdsprachenpädagogisch orientierte Grammatik von Schulz und Griesbach, die damals fast überall in Goethe-Instituten empfohlen wurde. Vielleicht eher erstaunlich war die grundlegende Rezeption der Ansätze von anderen bekannten Vertretern der modernen strukturellen Linguistik wie Charles Hockett – und natürlich auch von dem führenden sowjetischen Germanisten Wladimir Admoni. Im Jahrgang 1966 erschien auch ein ausführlicher Beitrag von Helbig in zwei Teilen zur „Transformationslehre bei Harris und Chomsky“. Das heißt, dass diese Ansätze in der Zeitschrift „Deutsch als Fremdsprache“ zu einer Zeit in den 1960er Jahren besprochen wurden, in der die moderne strukturelle Linguistik in der Bundesrepublik Deutschland noch kaum zur Kenntnis genommen wurde. Dies habe ich selber erlebt, als ich gerade in diesen Jahren zu einem Promotionsstudium nach Marburg gekommen bin nach einem Masterstudium in Allgemeiner Sprachwissenschaft in Manchester – mein akademischer Lehrer dort, Wilhelm Haas, hatte bei Trubetzkoj in Prag studiert – und ich wegen meiner außergewöhnlichen Kenntnisse auch von meinem Doktorvater bewundert wurde – völlig zu Unrecht, ich hatte ja als nicht gerade fleißiger Student nur die gängigen Lehrwerke gelesen.
Natürlich war Gerhard Helbig nicht der einzige, der grundlegende sprachwissenschaftliche Artikel in der Zeitschrift publizierte. Neben Beiträgen von anderen Kolleginnen und Kollegen aus dem Herder-Institut (Joachim und Annerose Buscha, Wolfgang Schenkel u. a.) gibt es nicht wenige von bekannten Germanisten aus Leipzig und Berlin wie Walter Flämig, Wolfgang Fleischer, Rudolf Große und Klaus Welke. Bahnbrechend in der Zeitschrift war jedoch vor allem, wie die Inhaltsübersichten für die verschiedenen Jahrgänge bezeugen, die Kombination von sprachwissenschaftlichen Beiträgen (die sich, wie ich soeben gezeigt habe, durchaus auf dem neusten Stand der anspruchvollsten internationalen Forschung befanden), methodischen Beiträgen zu allgemeinen Problemen der Fremdsprachendidaktik (z. B. über das noch heute aktuelle Thema, auf das ich später zurückkommen will
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(Folie 10): „Einige Bemerkungen zum Verhältnis zwischen Bewußtmachung und Automatisierung im Sprechunterricht“ von János Juhász im Jahre 1965), Beiträgen zum fachbezogenen Fremdsprachenunterricht, Beiträgen zum landeskundlichen Aspekt des Fremdsprachenunterrichts (wie etwa ein 1972 erschienener Artikel über „Das Gewandhausorchester zu Leipzig“ von Werner Felix) und von Sprachkundlichem (zu Fragen des aktuellen Sprachgebrauchs im Deutschen).
Buchbesprechungen waren in den ersten Jahrgängen relativ spärlich, aber sie nahmen im Lauf der Jahre ständig zu und bilden heute einen sehr wichtigen und für Lehrende im Ausland äußerst wertvollen Bestandteil jedes Heftes. Ab dem ersten Heft erschienen auch gelegentlich Seiten mit Werbung, zum größten Teil natürlich für Publikationen aus Verlagen der DDR, aber auch ab und zu für Geräte, die im Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden könnten. (Folie 11)
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In welchem Maße man solche Sachen auftreiben konnte (zum nicht gerade erschwinglichen Preis von 650 Mark), liegt heute wohl im Dunkel der Vergangenheit. Unter den Bedingungen der damals herrschenden Verhältnisse durften natürlich Beiträge mit einer politischen Botschaft nicht fehlen (obwohl nicht alle im Gesamtindex aufgenommen sind), insbesondere, aber nicht ausschließlich zu bedeutenden Jubiläen – ich glaube, der letzte ist im 4. Heft des Jahrgangs 1989 erschienen zu „40 Jahre Deutsche Demokratische Republik – 40 Jahre Deutsch als Fremdsprache in der DDR“. Redaktionsschluss für dieses Heft war am 27.2.1989 – die Ereignisse neun Monate später hätte sich damals niemand vorstellen können.
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Bis zur Wende erschien auch mit jedem Heft die Beilage „Sprachpraxis“ – und ich muss sagen, dass ich diese doch sehr geschätzt habe. Sie brachte zwar einerseits Informationen über die DDR, welche die Errungenschaften und den Fortschritt des Staates in ein möglichst positives Licht stellten (Folie 12), sowie auch Bilder aus dem alltäglichen wie dem offiziellen Leben. Allerdings habe ich mich gelegentlich gefragt, ob diese alle von offizieller Seite genehmigt wurden bzw. was für Eindrücke im Ausland dadurch vermittelt werden sollten. (Folie 13) Das Wertvolle in diesen Heften bildeten für mich jedoch die sprachlichen Übungen. Diese habe ich jahrelang erfolgreich benutzt, und auch sonst gehörten die
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fremdsprachendidaktischen Publikationen des Herder-Instituts über viele Jahre zu den besten, die es überhaupt gab – hervorragende Übungsbücher, die genau das richtige Niveau für unsere Studierenden hatten und die im Unterricht immer mit Erfolg einzusetzen waren. Es ließ sich immer eine Übung finden, mit der man Studierenden helfen konnte, bestimmte Schwierigkeiten zu überwinden. Und vor allem waren die Übungen zur Erweiterung oder Festigung des Wortschatzes nützlich, denn diese waren sonst nirgends zu finden – meines Erachtens werden Strategien zur Ausbildung eines reichen aktiven Wortschatzes in der Fremdsprachendidaktik immer noch vernachlässigt.
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Die letzten Hefte der „Sprachpraxis“ aus dem Jahr 1990 bilden aber nun – heute sind es ja 25 Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer – ein faszinierendes und einzigartiges Zeitdokument, auf das ich bei der Vorbereitung dieses Vortrags noch einmal mit Staunen gestoßen bin und das meine Erinnerungen an diese packende Zeit wiederbelebt hat. (Folie 14) Das erste Heft, das nach der Wende erarbeitet worden war (3/1990), bringt auf der Vorderseite ein Bild vom Kurfürstendamm am 11. November 1989, das Inhaltsverzeichnis hat noch die alte Überschrift für Seite 3 „DDR informativ“ (Folie 15),
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aber eigentlich heißt sie nun wie in den weiteren Heften des Jahrgangs 1990 „Umschau“, und die Beiträge sind eine bunte Mischung aus Alt und Neu, aus DDR-freundlichen Auszügen aus Presse und Fachtexten, so wie sie für frühere Hefte typisch waren, neben positiven Beiträgen mit Ausblick auf eine bessere Zukunft in Freiheit. Auf diesen Seiten erkennt man wieder die charakteristischen Gedankengänge dieser Zeit, die Unsicherheit des Einzelnen, das Kaum-fassen-Können, was vor sich ging, die Ängste um die Zukunft, das Staunen um eine völlig veränderte Welt. Auch wurden die Übungen anders (Folie 16), denn jetzt fand man die „Übungen zur Wiederholung der Adjektivdeklination und des Konjunktivs sowie zur Lexik in
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Verbindung mit Erkundigungen nach dem Weg“ mit der Überschrift „Wenn Sie mal in Hamburg sind ...“.
In den ersten 27 Jahren ihres Bestehens hat die Zeitschrift Hervorragendes und Anspruchsvolles gebracht – keine andere fremdsprachendidaktische Fachzeitschrift für Deutsch konnte sich mit ihr messen, aber die durch die politische Situation bedingten Beschränkungen traten im Laufe der Zeit klar hervor. Die imponierende Rezeption der internationalen sprachwissenschaftlichen Forschung durch die Beiträger – vor allem im Herder-Institut – und die hohe wissenschaftliche Qualität der Artikel konnten letztendlich nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es sich um eine sehr beschränkte Anzahl von Wissenschaftlern handelte, die dort publizierten. Dadurch wird ihre enorme Leistung natürlich nur bestätigt, aber noch 1990 waren nicht weniger als 49 Beiträge aus der DDR, neben 17 aus anderen RGW-Ländern (wie sie damals offiziell
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hießen) und lediglich sieben aus anderen Ländern.
Der Unterschied zu heute ist beeindruckend, denn die Zeitschrift hat nun einen echt internationalen Beiträger- und Leserkreis, und alle, die sich wissenschaftlich mit dem Unterricht des Deutschen als Fremdsprache befassen, müssen sie zur Kenntnis nehmen. Diese Änderung war selbstverständlich eine Folge der „politischen Neuorientierung“, wie es in meinem Baedecker-Führer (Folie 17) „Deutschland-Ost“ aus dem Jahre 1991 heißt (eine gänzlich revidierte Nachfolgeausgabe des bisherigen Titels „DDR“), und wie dieser erlebte auch die Zeitschrift einen Neubeginn. Auf der ersten Druckseite des letzten Heftes von Jahrgang 27 (1990) liest man auf Seite 321 (unter einem Beitrag von Alois Wierlacher aus Bayreuth
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(Folie 18): „Mit Beginn des Jahres 1991wird unsere Zeitschrift vom Verlag Langenscheidt betreut. [...] ‚Deutsch als Fremdsprache’ wird künftig in 4 Heften jährlich erscheinen – ohne die Beilage ‚Sprachpraxis’ und ohne das Literarische Sonderheft.“ Im ersten Heft des neuen Jahrgangs mit einem „modernen“ Einband in Langenscheidt-Gelb (Folie 19) wurde dann darüber informiert, dass Gerhard Helbig die „Funktion des Chefredakteurs“ übernommen habe (Folie 20). Mit dieser Meldung wurde auch um Verständnis „[f]ür die verspätete Auslieferung des vorliegenden Heftes“ gebeten – aber
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man muss eigentlich dankbar sein, dass die Zeitschrift den nicht immer leichten Verhältnissen in der ersten Zeit nach der Wende nicht zum Opfer gefallen ist. Mitgeteilt wurde auch, dass „Redaktion und Beirat bemüht“ seien, wie seit dem erstmaligen Erscheinen von „Deutsch als Fremdsprache“, „die Hefte so zu gestalten, daß sie einem hohen wissenschaftlichen Anspruch genügen und damit das Interesse vieler Fachkollegen wachhalten“. Dass es so gekommen ist, kann man im Rückblick von nun 50 Jahren nur nachdrücklich bestätigen.
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Die Thematik der Zeitschrift ist seither natürlich weitgehend gleich geblieben, es erschienen vor allem sprachwissenschaftliche und methodische Beiträge, d. h. über sprachwissenschaftliche Erkenntnisse und die Möglichkeiten, diese für den Fremdsprachenunterricht zu didaktisieren. Ich habe den Eindruck, dass Artikel zu landeskundlichen Themen etwas seltener geworden sind, was möglicherweise mit leichten Änderungen der Perspektiven im Fach und einer zunehmenden Konzentration auf Probleme der Fremdsprachendidaktik in Verbindung zu bringen ist, aber ich muss zugeben, dass es sich dabei um einen persönlichen ersten Eindruck handelt, denn ich habe die Hefte der letzten 20 Jahre nicht systematisch danach durchgesehen. Sicher zugenommen jedoch haben Beiträge über technische Entwicklungen und die Art und Weise, wie man neue Medien und neue Technologien für den Sprachunterricht am wirksamsten nutzen kann – ein relativ rezentes Beispiel war der Ende 2007 eröffnete Themenschwerpunkt „Korpuslinguistik und Deutsch als Fremdsprache“. Überhaupt sind diese regelmäßigen Diskussionsfolgen zu den interessantesten Themenschwerpunkten des Faches eine sehr zu begrüßende Innovation der Redaktion nach der Wende, denn es werden gegensätzliche Ansichten führender Fachkolleginnen und Fachkollegen veröffentlicht, die man sonst in vielen diversen Publikationen suchen müsste. Ich verweise hier nur auf die Diskussion über den vermeintlichen Unterschied von Auslands- und Inlandsgermanistik in den Jahren 2004 und 2005 – eine Unterscheidung, über die ich mich regelmäßig geärgert habe, und ich teile völlig die Ansicht meiner Pariser Kollegin Martine Dalmas (1/2006, 7), die es für „überhaupt unsinnig“ hält, von einer „Auslandsgermanistik“ zu reden – oder auf die Diskussion über die im Fremdsprachenunterricht zu vermittelnden sprachlichen Normen kurz davor, die mich selber dazu angeregt haben, über dieses Thema grundsätzlich nachzudenken und es neu zu beurteilen.
Wie schon gesagt, Gerhard Helbig ist 1991 Chefredakteur geworden und blieb es bis kurz vor seinem Tod und der Ernennung von Christian Fandrych als seinem Nachfolger im Juli 2008. Er hat selber regelmäßig grundsätzliche Beiträge geliefert, die stets von der Breite seines Wissens und seiner Lektüre zeugten. Wie noch vor der Wende war er immer auf der Höhe der neusten theoretischen Ansichten in der Linguistik und der Möglichkeiten, die sie für die fremdsprachendidaktische Praxis eröffnen. So finden wir in den Jahren 2002 und 2003 z. B. zwei sehr tiefsinnige Artikel über die kognitive Linguistik, in denen er diese (nicht unkritisch und mit souveräner Beherrschung des Gegenstandes) mit anderen theoretischen Ansätzen vergleicht. An einem Grundsatz hielt er jedoch fest, und zwar, dass der Grammatikunterricht die unerlässliche Basis des Fremdsprachenunterrichts ist. Dies wird schon 1972 (Folie 21)
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in einem Beitrag „Zum Verhältnis von Grammatik und Fremdsprachenunterricht” klar wie auch in all seinen praktischen Lehrbüchern (einschließlich – selbstverständlich – in seiner mit Joachim Buscha verfassten „Deutschen Grammatik“). In einem Beitrag in der Zeitschrift im Jahre 1987 über „Starre Regeln oder kommunikative Orientierung des Fremdsprachenunterrichts?“ verweist er darauf, dass die Gegenüberstellung dieser Begriffe grundsätzlich falsch ist, denn ohne Grammatik ist keine Kommunikation möglich, wie auch Lutz Götze in einem Beitrag im Jahre 1991 (3/1991, 162) schrieb: „Ein kommunikativer FU [= Fremdsprachenunterricht] kann nicht ohne Grammatik auskommen.“ Im ersten Jahrgang nach der Wende, 1990, eröffnete Werner Reinecke (Folie 22)
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die erste der besprochenen Diskussionsserien, „Grammatik – Sprache – Kommunikation – Fremdsprachenunterricht“, mit einem Beitrag, in dem er meinte, dass „kognitivistische wie kommunikativistische Euphorien ihren jeweiligen Höhepunkt momentan überschritten“ hätten. Und im selben Heft bezeichnete Erich Spitz die Betonung der Kommunikationsfähigkeit im Fremdsprachenunterricht als „übertrieben“ und kam am Ende seines Beitrags zu dem Schluss, „daß es ohne Grammatikkenntnisse im FU einfach nicht geht“. Dieser Nachruf auf den vermeintlich grammatikfreien Fremdsprachenunterricht war jedoch etwas verfrüht. Noch in diesem Jahr 2014 erhielt der Verleger, bei dem meine eigene Grammatik der deutschen Sprache erschienen ist (ich habe hier natürlich eigene Interessen im Spiel), Berichte von amerikanischen Deutschlehrern, man brauche dort keine Grammatiken, weil der Unterricht in den USA vorwiegend auf kommunikative Fähigkeiten ausgerichtet sei. Dies mag natürlich zunächst etwas optimistisch klingen, aber dem kommunikativen Ansatz liegen bedeutende sprachlerntheoretische Prinzipien zu Grunde, die in den letzten Jahren auch in dieser Zeitschrift diskutiert wurden. Dabei geht es vor allem um die Kernfrage, wie oder ob explizites grammatisches Wissen auf eine Art und Weise internalisiert werden kann, dass man auf dieser Basis zu spontaner sprachlicher Produktion fähig ist. (Folie 23)
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Erwin Tschirner hat darüber schon 1995 berichtet in dem Beitrag „Theorie und Praxis des Natural Approach in den 90er Jahren. Eine Methode wird volljährig“, wo er vor allem das Spracherwerbsmodell von Stephen Krashen und die erfolgreichen Lehrhefte von Tracy D. Terrell bespricht. Und im Jahre 2002 schreiben Erika Diehl und Hannelore Pistorius in dem Beitrag „Grammatik am Wendepunkt. Überlegungen zu einer Neubestimmung des Unterrichtsgegenstandes ‘Grammatik’“ (Folie 23) von einem durch die Zweitspracherwerbsforschung bedingten Wendepunkt im Grammatikunterricht und vertreten die Meinung, dass sich „der fremdsprachliche Grammatikunterricht in den kommenden Jahren einer grundsätzlichen Revision unterziehen“ müsse. Diese sprachlerntheoretischen Ansätze sind jedoch immer noch hochgradig kontrovers, nicht zuletzt, weil dabei meistens vorausgesetzt wird, dass der Zweitspracherwerb mit demselben Mechanismus wie der Erstspracherwerb auch nach der kritischen Periode möglich ist. Ich muss zugeben, dass ich dabei etwas skeptisch bin, nicht zuletzt, weil ich ganz genau weiß, dass ich Deutsch mit 13 Jahren auf hochtraditionelle Weise mit expliziten grammatischen Regeln und schriftlichen Übungen gelernt habe. Aber ich kann leider nicht mehr rekonstruieren, wie ich den Übergang von metasprachlichem grammatischem Wissen zu grammatischer Kompetenz geschafft habe und dazu gekommen bin, relativ fehlerfreies und akzentfreies Deutsch spontan zu produzieren. Und ich weiß ganz genau, dass vielen dieser Schritt nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten gelungen ist. Aber ebenfalls habe ich in meiner Lehre beobachten können, dass für viele englische Studierende der Germanistik, die Deutsch nach der natürlichen Methode erworben haben, die Pluralbildung der Substantive immer noch ein Geheimnis mit sieben Siegeln war. Sie hatten es nämlich nicht geschafft, die Pluralbildung (die im Deutschen ja lexikalisch bedingt ist) effektiv aus dem ihnen vorgelegten Input zu deduzieren. So wurde es zu einem unsystematischen Ratespiel, wenn sie ein Substantiv in der Mehrzahl gebrauchen mussten, und sie konnten sich nur dadurch behelfen, bei unbekannten Substantiven das englische Pluralmorphem -s anzuhängen. Aber dieser Streit ist immer noch nicht ausgefochten, und empirische Untersuchungen sind anscheinend zu hochdivergenten Ergebnissen gekommen. Wie der namhafte neuseeländische Fremdsprachendidaktiker Rod Ellis in seinem neusten Buch 2014 lapidar geschrieben hat (Folie 23): „The interface positions and the associated pedagogic proposals continue to be debated today“ – und diese Debatte wird sicher in den nächsten Jahren auch in der Zeitschrift weiter ausgetragen werden.
Natürlich werden weiterhin auch Beiträge zu bekannten Problemen der Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse an Ausländer erscheinen – wie die Wortstellung oder das Genussystem – und hier muss ich zugeben, dass dieses auch mir stellenweise immer noch ein Rätsel ist – ich habe nur gelernt, wie man seine Unsicherheiten effektiv vertuschen kann. Vor allem habe ich mir nie das Genus der grammatischen Termini mit -(t)iv einprägen können, ich muss immer überprüfen, ob es tatsächlich das Adjektiv und das Passiv heißt, aber der Infinitiv und der Konjunktiv. Mark Twain hat doch recht gehabt: „the awful German language“. Aber mit Entwicklungen in der Technik und dem verbreiteten Gebrauch der neuen Medien sind Möglichkeiten gegeben, wie man sie sich früher nicht vorstellen könnte. Ich erinnere mich an vergebliche Versuche, während meiner Studienzeit deutsche Rundfunksendungen auf meinem kleinen Transistorgerät zu empfangen, um mein Hörverständnis ein bisschen zu verbessern, aber für die Studierenden von heute ist der problemlose Zugang zu
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authentischem fremdsprachlichem Material absolut selbstverständlich. Über die Möglichkeiten zur effektiven Didaktisierung solchen Materials sind in letzter Zeit immer mehr interessante Beiträge erschienen. (Folie 24) Um nur zwei willkürlich gewählte Artikel herauszugreifen: Schon 2002 lieferten Dietmar Rösler und Erwin Tschirner einen Beitrag über „Neue Medien und Deutsch als Fremdsprache. Viele Fragen und ein Aufruf zur Diskussion“, und im Jahrgang 2010 erschien ein Artikel von Antje Stork und Sylwia Adamczak-Krysztofowicz über „Didaktisch-methodische Einsatzmöglichkeiten von Podcasts in der DaF-Lehrer-Ausbildung“ mit hochinteressanten und originellen Vorschlägen.
Was das Aussehen der Zeitschrift betrifft, wurde die Aufmachung nur einmal seit der Übernahme durch Langenscheidt
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grundsätzlich geändert, und zwar mit einer etwas einfacher gestalteten Titelseite (aber immer noch in Langenscheidt-Gelb) ab dem Jahrgang 2003. (Folie 25) Ab 2011 können Abonnenten die Zeitschrift in elektronischer Form beziehen, was ich (und vor allem meine Frau) sehr begrüßt haben angesichts des langsam kritisch gewordenen Platzmangels auf unserem Dachboden. Ab diesem Jahr erscheint sie aber nun im Erich Schmidt Verlag in Berlin – mit einer meiner Meinung nach sehr attraktiven Titelseite (Folie 26).
Von der Zeitschrift „Deutsch als Fremdsprache“ können wir nun weiter mit Zuversicht erwarten, dass sie, wie seit 50
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Jahren, weiterhin aktuelle Informationen über neue Lehrwerke und sachgemäße Rezensionen von führenden Fachkolleginnen und Fachkollegen bringt sowie – vor allem – wissenschaftlich anspruchsvolle Beiträge zu allgemeinen Fragen der Linguistik wie auch zu grundsätzlichen methodischen Problemen der Fremdsprachendidaktik – und in Zukunft natürlich über Themen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Wie auf der Webseite zu lesen ist, hat sich die Zeitschrift zum wichtigsten Publikationsorgan des Faches entwickelt, das auf einzigartige Weise nach ihr benannt ist. Fünfzig Jahre lang hat sie unsere Tätigkeit begleitet und uns über die grundsätzlichen Fragestellungen in unserem Fach informiert. Es dürfte
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außerhalb jedes Zweifels stehen, dass sie diese Aufgaben mit der gleichen Vorzüglichkeit und den gleichen hohen Ansprüchen weiterhin erfüllen wird. Und so bleibt mir nur noch, der Zeitschrift und der jetzigen wie auch künftigen Redaktionen allen Erfolg in den kommenden fünfzig Jahren zu wünschen – bis zur Hundertjahrfeier. (Folie 27)