Projektziel

Ziel des Projekts ist es, eine Beschreibung der jüdischen Buchkultur zu liefern, wie sie vom deutschsprachigen Raum aus in die Welt hinaus wirkte. Im Mittelpunkt steht das aschkenasische gedruckte Buch als physisches Kulturgut mit seinen typischen Buchformaten, Seitengestaltungen und Druckschriften. Diese Gattung bildet mit all ihren Besonderheiten einen genuinen Teil der europäischen Buchkultur, sie war zerstreut und gleichzeitig gut vernetzt. Die meisten der in Vergessenheit geratenen Druckschriften stammen aus aschkenasischen Druckstätten. Die in diesem Projekt erforschte Vielfalt der hebräischen Druckschriften soll dazu beitragen, diese verlorene Kultur wieder aufleben zu lassen.1

Projektmanagment
Projektziel
Inhalt
Methodisches Vorgehen
Praktische Umsetzung


1. Auf praktischer Ebene wurde bereits der Versuch unternommen, in Zusammenarbeit mit der Firma Elsner, Flake GbR Type Development in Hamburg-Altona OpenType-Fonts aus gescannten hebräischen Lettern herzustellen. Die Ergebnisse halfen, den Aufwand bei der Bereitstellung moderner digitaler hebräischer Fonts zu evaluieren und zu kalkulieren. Nach Abschluss des Projektes sollen mittelfristig zehn digitalisierte Drucktypen, deren Bedeutung für die hebräisch-schriftliche mit der der Garamond oder der Bodoni für die latein-schriftliche Buchkultur vergleichbar ist, zum ersten Mal zugänglich gemacht werden. Sie können heutigen Buchgestaltern historisch wertvolle, gut lesbare und zeitlose Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Die Wiederbelebung der Schriftkultur soll unter anderem durch Kooperationsprojekte mit Studierenden aus Studienbereichen mit gestalterischem Schwerpunkt erreicht werden.