Methodisches Vorgehen

Spätestens seit Ende des Zweiten Weltkrieges befinden sich die Zeugnisse der hebräischen Druckkultur in weit voneinander entfernten Bibliotheken. Ihre Kataloge stützen sich, obwohl immer häufiger auch im Internet zugänglich, auf ältere handschriftliche Erschließungen, die oft nicht aktualisiert wurden. Zudem birgt das Eintragen hebräischer Buchtitel in Kataloge diverse Fehlerrisiken, auch aufgrund einer variierten Transkription. So ist es notwendig, die in Frage kommenden Bücher in den jeweiligen Bibliotheken anzusehen, um einen verlässlichen Überblick zu haben.

Insgesamt sind 10.056 Bücher der ausgewählten Druckorte zu erfassen.1 Die geschätzte Zahl der Bücher aus dem jeweiligen Druckort dient nur der ersten Umfangsschätzung des Arbeitsvolumens. Aus dieser für die Vielfalt der hebräischen Druckkultur repräsentativen Menge wird eine Auswahl anhand augenscheinlicher Auffälligkeiten getroffen, um die Bücher auf ihre typografischen Eigenschaften zu prüfen und nach Umfang, Format, Angaben in der Titelei und Erlaubnissen von Gelehrten zu erschließen. Hilfreich wird dabei sein, dass bereits ca. 10% dieser Bücher digitalisiert sind.

Es gibt fünf Bibliotheken, die wegen ihres besonderen Spektrums an historischen Hebraica-Beständen beste Bedingungen für die Arbeit in diesem Projekt bieten: die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Israelische Staatsbibliothek in Jerusalem, die Library of the Jewish Theological Seminary in New York, die Widener Library, Judaica Division an der Harvard University Library in Cambridge, Massachusetts sowie die Österreichische Nationalbibliothek in Wien.
Das Projekt wird mit einem umfangreichen Projektbericht abgeschlossen.

Projektmanagment
Projektziel
Inhalt
Methodisches Vorgehen
Praktische Umsetzung


1. Die Menge der Bücher, die in den DP-Lagern gedruckt wurden, liegt noch nicht vor.