Gedruckte Hebraica (1512-1955)

Ausschnitt aus der Hebraica-Datenbank

Für die 13 wichtigen Druckorte soll der bibliopraphisch überlieferte Textcorpus druckgeschichtlich und buchgestalterisch analysiert werden, um typische Entwicklungen der jüdischen Druckkultur zu rekonstruieren.

Einen wichtigen Bestandteil stellen dabei die Druckerzeugnisse aus den DP-Lagern (engl. Displaced Persons) dar. Auf den ersten Blick paradox, bei näherer Betrachtung umso einleuchtender erscheint die Produktion Hebräischer Drucke nach dem zweiten Weltkrieg, die als eine letzte Blüte hebräischer Literatur bezeichnet werden kann. Denn was ist es, das Menschen nach jahrelanger Verfolgung und Entbehrung das Gefühl gibt, immernoch Menschen zu sein? Neben zahlreichen religiös motivierten Drucken, die den jüdischen Displaced Persons die Zeit der Ungewissheit überstehen halfen, wurden auch Tagebücher und Memoiren zur Scho’a sowie Zeitungen und Schulbücher zur Vorbereitung auf die Ausreise gedruckt. Ein Teil des Projektes unternimmt den Versuch, die in Bibliotheken heute noch aufzufindenenen Druckerzeugnisse systematisch zu erfassen und eine Bibliographie zu ertsellen.

Projektstart: Oktober 2017

Projektleitung:

Prof. Dr. Siegfried Lokatis

Dr. Ittai Tamari

Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter:

Naima Latus
Freya Leinemann
Jaleh Ojan
Andreas Parnt

Luise Tönhardt (bis 31.12.2017)

Kontakt:

Universität Leipzig
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Bereich Buchwissenschaft
Burgstraße 21
D-04109 Leipzig
Tel.: +49 (0)341 97 35 720
Fax: +49 (0)341 97 35 739
Uni-PF 165143