„Edition Neue Texte“, 1971-1980iger

Der Führungswechsel von Ulbricht zu Honecker im Jahre 1971 gab Aufbau die Möglichkeit, eine neue Reihe „Edition Neue Texte“ zu installieren. Der Ansatz der Reihe, neuen Schriftstellern eine Plattform zu bieten, wurde durch künstlerische und experimentelle Umschlagsgestaltung untermalt. Bekannte westdeutsche Autoren, wie Peter Härtling, wurden neben ausländischen Schriftstellern und bekannten DDR-Schriftstellern veröffentlicht. Die Arbeit an der „Edition Neue Texte“ war trotz einer erneuten Phase der Liberalisierung mit Konflikten verbunden. Grund dafür war das in den 70iger Jahren entwickelte neue politische Selbstverständnis der DDR-­Schriftsteller, welches konträr zu den ideologischen Vorstellungen des SED-­Regimes verlief. Dieser Aspekt erschwerte die Programmarbeit bei Aufbau, da der Verlag sich in der Mittlerrolle zwischen Autoren und der politischen Führung wiederfand.