Pilotprojekt "Leipziger Verlagsarchive"

Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor

Die Hintergründe

Mit der Bewilligung des Projektantrages “Leipziger Verlagsarchive als Erinnerungsspeicher und Labor. Das Reclam-Archiv“ seitens der Sächsischen Akademie der Wissenschaft im September 2009, vertieft die Buchwissenschaft Leipzig ihren verlagshistorischen Forschungsschwerpunkt. Unter der Projektbetreuung von Ingrid Sonntag wird das Reclam-Archiv in der Hainstraße erforscht und digitalisiert.
Nach der Bereitstellung der Archivakten vom Reclam-Verlag aus Ditzingen konnte unser Verlagsarchiv am 12. Januar 2009 der Leipziger Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Erforschung der Reclam-Geschichte dienen inzwischen bereits ein halbes Dutzend Magister- und zwei Bachelorarbeiten.
Mehr über das Projekt erfahren Sie >>>hier.

Partner

Als Partner des Projektes ist der Agentur Schröder Design zu danken. Sie haben dem Projekt in Fragen Design, Layout und Gestaltung, bei Bildern, der Erstellung der Flyer und Infotafeln tatkräftig zur Seite gestanden. Auch bei der Teubner-Ausstellung und der Brockhaus-Ausstellung war die Agentur eine große Hilfe. Vielen Dank!

Zum Projekt "Geisteswissenschaftliche Forschung"

„Die Geisteswissenschaften gehören zu den Wissenschaftsbereichen, die international Ausweis der Kultur- und Forschungsnation Deutschland sind. Sie wirken gleichermaßen an der kulturellen und politischen Selbstvergewisserung Deutschlands und an der ökonomischen Wertschöpfung mit.“ (Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Entwicklung und Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland vom 27. Januar 2006; Drs. 7068-06; Teil 1, S. 5)

„Die Zukunft der Geisteswissenschaften liegt im Bereich der Forschung in der methodologisch bewussten, historisch präzise argumentierenden, gesellschaftlich kommunizierbaren und zugleich die Gesellschaft mitkonstituierenden Forschung.“ (Wissenschaftsrat, a.a.O. S. 12)

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) schreibt ein Förderprogramm für Forschungsvorhaben im Bereich der Geisteswissenschaften aus. Damit wird auf Landesebene ein Förderinstrument für die Geisteswissenschaften etabliert, das sich universitätsintern seit Jahren bei der Setzung von Forschungsschwerpunkten wie bei der Anschubfinanzierung bewährt hat.

Im Rahmen der Forschungsförderung des SMWK wird das Ziel verfolgt, die Forschung im Bereich der Geisteswissenschaften in Sachsen zu stärken.
Die Bildung regionaler und überregionaler Kooperationsnetze zwischen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen in der geisteswissenschaftlichen Forschung soll unterstützt werden und landesweit zur Strukturbildung in den einzelnen Fächern mit beitragen.
Es sollen vorzugsweise Forschungsprojekte gefördert werden, die als vielversprechende Pilotprojekte angelegt sind, also zu längerfristigen Verbund- oder Drittmittelprojekten ausgebaut und prospektiv erfolgreich in ein anderes Förderprogramm (DFG-Forschergruppe, Graduiertenkolleg, SFB, Akademienprogramm etc.) überführt werden können. Die Pilotprojekte sollen in zwei bis max. drei Jahren zu einem Ergebnis führen, das entweder die Erweiterung des Forschungskonzeptes zu einem größeren und längerfristigen Drittmittelprojekt empfiehlt oder aber die Grenzen des Forschungsansatzes bzw. des Forschungsgegenstandes aufzeigt.

[Quelle: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.]