Albrecht von Bodecker

Albrecht von Bodecker wurde am 27.04.1932 in Dresden geboren. Bei seiner Person handelt es sich um einen für viele DDR-Verlage tätigen Grafiker. Zwischenzeitlich war Bodecker ebenfalls Professor und Direktor der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Nach seiner Emeritierung im Jahre 1998 ist Bodecker wieder als freier Gestalter und Grafiker tätig. Bodecker studierte ab 1954 zunächst an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar und Heiligendamm, aus „kulturpolitischen“ Gründen wurde er dort jedoch 1957 exmatrikuliert. Daraufhin setzte er sein Studium an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee fort und studierte schlussendlich bis zum Mauerbau im Jahre 1961 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg.

Bodeckers Stil lässt sich auf einer verspielten surrealen Schiene ansiedeln, jedoch versuchte Bodecker auch zu provozieren, was vor allem in der ehemaligen DDR eine Gefahr für Leib und Leben darstellte.

So wurde Bodecker im Jahre 1987 mit der Aufgabe betraut, dass Motiv für die Berliner 750 – Jahrfeier zu entwerfen.
Jedoch mussten 40000 Exemplare des von Bodecker entwickelten Motives vernichtet werden, da auf seiner Grafik deutlich der Westberliner Wappenbär zu erkennen war. Darüber hinaus war auf dem Bild ebenfalls ein Gepäckträger zu Erkennen dessen Koffer die Nummer 213 (Paragraph für Ausreisewillige in der DDR) trug.

Dies zeigt auf das Deutlichste, dass die Kunst (auch in der DDR) einen grundlegenden gesellschaftlichen Zweck erfüllt, nämlich zu provozieren und zu polarisieren, wie Bodecker es in der DDR bei den Kleinen und den Großen Menschen schaffte.


Quellen

SVZ. „Anschläge von Drüben“. Bunte Farbtupfer im grauen Alltag. [28.02.2016].

Wikipedia. Albrecht von Bodecker