22 – Leidenschaften

„Während das triviale Sammeln im Rahmen von Kunst und der Präsentation in Museen in der Regel gesellschaftliche Anerkennung und Zuspruch findet, wird das in den Alltag eingelagerte triviale Sammeln, welches alle Gesellschaftsschichten durchzieht, vorschnell in die Banalität abgedrängt. Sammeln ist demnach nicht  gleich Sammeln. Es gibt deutliche Unterschiede bezüglich der Funktionen, des  Ansehens und der Bewertung des trivialen Sammelns.“

Denise Wilde

Und sammelt nicht jeder irgendetwas? Platten, CDs, Souvenirs, Pflanzen oder gar Gewürze? Wovon haben Sie eine beträchtliche Anzahl in den Tiefen ihrer Schränke? Und würden sie es unter einem Schmunzeln als eine banale Sammlung abtun, oder wäre es eher etwas, von dem Sie gesellschaftliche Anerkennung erwarten würden?


Text: Catharina Rittmann
Bild: Ingmar Stange

Quelle:
Wilde, D., 2015: Dinge sammeln. Annäherungen an eine Kulturtechnik. Bielefeld: transcript, S.37.

 

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Lutz Lewejohann, ohne dessen freundliche Bereitstellung der Sammlungen dieser Beitrag nicht zustande gekommen wäre.